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Marketing

Stundensatz für Marketing-Freelancer berechnen

Kampagnen, Content, SEO, Social Media: viel Projektwechsel, viel unbezahlte Abstimmung. Beides drückt die abrechenbare Zeit stärker, als es sich anfühlt.

Marktdurchschnitt 2026

86,70/h

Fachgebiet Marketing, Gesamtdurchschnitt 101,70 €. Externe Daten, siehe Quelle unten.

Deine Angaben

Dein Ziel

Die zweite Variante rechnet über Kosten, Vorsorge und Steuern zurück.

Netto, also ohne Umsatzsteuer.

Deine Kapazität

Ohne Wochenenden und Feiertage. Rund 250 sind üblich.

Wie viel deiner Arbeitszeit landet auf einer Rechnung?

Dein kalkulatorischer Stundensatz

Realistisch

86,54 €/h

Tagessatz bei 8,0 h692,32 €

Bei 200 Arbeitstagen und 65 % abrechenbarem Anteil bleiben dir 1.040 h im Jahr. Um damit 90.000 € Umsatz zu erreichen, brauchst du rund 86,54 € pro abgerechneter Stunde.

Abrechenbare Stunden pro Jahr
1.040 h

87 h pro Monat

Umsatzziel pro Monat
7.500 €

netto, ohne Umsatzsteuer

Umsatzziel pro Jahr
90.000 €
Abrechenbare Projekttage
130 Tage

von 200 Tage verfügbaren

  • 560 h im Jahr rechnest du nicht ab

    Akquise, Angebote, Buchhaltung, Tooling, Weiterbildung: Diese Zeit ist real, steht aber auf keiner Rechnung. Sie ist bereits in deinem Stundensatz eingepreist – das ist der Grund, warum er über deinem gefühlten Wunschverdienst liegt.

Von der Zeit zu den abrechenbaren Stunden

Verfügbare Arbeitstage
200 Tage
Stunden pro Arbeitstag
8,0 h
Arbeitsstunden im Jahr
1.600 h
Abrechenbarer Anteil
65 %
Abrechenbare Stunden
1.040 h

Vom Umsatzziel zum Stundensatz

Benötigter Jahresumsatz
90.000 €
Abrechenbare Stunden
1.040 h
Kalkulatorischer Stundensatz
86,54 €/h

Der Satz ist eine Untergrenze für die Kalkulation, kein Preisschild. Was du am Markt durchsetzt, ist eine zweite Frage.

Welche Auslastung brauchst du bei einem anderen Satz?

Dasselbe Umsatzziel, andere Preise. Die nötige Auslastung bezieht sich auf deine verfügbaren Arbeitsstunden.

  • 65 € pro Stunde

    Nötige Stunden
    1.385 h
    Nötige Auslastung
    87 %
    Projekttage
    173 Tage
  • 75 € pro Stunde

    Nötige Stunden
    1.200 h
    Nötige Auslastung
    75 %
    Projekttage
    150 Tage
  • 85 € pro Stunde

    Nötige Stunden
    1.059 h
    Nötige Auslastung
    66 %
    Projekttage
    132 Tage
  • 95 € pro Stunde

    Nötige Stunden
    947 h
    Nötige Auslastung
    59 %
    Projekttage
    118 Tage
  • 105 € pro Stunde

    Nötige Stunden
    857 h
    Nötige Auslastung
    54 %
    Projekttage
    107 Tage

Ein um 10 € niedrigerer Satz klingt harmlos. Schau in der Spalte „Nötige Auslastung“, was er verlangt.

Wie wird das berechnet?

Der Rechner dreht die übliche Frage um: Statt zu fragen, was ein Kunde zahlen will, rechnet er vom Ziel zurück. Aus deiner Kapazität ergeben sich die Stunden, die du überhaupt abrechnen kannst. Das Umsatzziel geteilt durch diese Stunden ist der Satz, den du brauchst.

Formeln

Abrechenbare Stunden
Arbeitstage × Stunden pro Tag × abrechenbarer Anteil

Im detaillierten Modus: (Arbeitstage − Urlaub − Krankheit − Weiterbildung) × Stunden pro Tag × (1 − Akquise − Verwaltung).

Stundensatz
benötigter Jahresumsatz ÷ abrechenbare Stunden
Tagessatz
Stundensatz × Stunden pro Arbeitstag
Nötige Auslastung bei alternativem Satz
(Jahresumsatz ÷ alternativer Satz) ÷ verfügbare Arbeitsstunden
Umsatzziel aus dem Wunsch-Netto
Gesucht ist der Umsatz U, für den gilt: U − Betriebskosten − Steuer(U) − Versicherungen − Vorsorge − Rücklage = Wunsch-Netto

Weil der Einkommensteuertarif progressiv ist, lässt sich U nicht direkt auflösen. Der Rechner nähert sich per Intervallschachtelung auf volle Euro an.

Deine Annahmen

  • 200 Tage verfügbare Arbeitstage zu 8,0 h
  • 65 % der Arbeitszeit sind abrechenbar
  • Alle Beträge verstehen sich netto, also ohne Umsatzsteuer

Rundung

  • Alle Geldbeträge werden intern in ganzen Cent geführt, es gibt keine Rundungsdrift über viele Positionen.
  • Der angezeigte Stundensatz ist auf volle Euro bzw. Cent gerundet; gerechnet wird mit dem ungerundeten Wert.
  • Das zu versteuernde Einkommen wird nach § 32a Abs. 1 EStG auf volle Euro abgerundet, der Steuerbetrag ebenfalls.

Was dieser Rechner nicht abbildet

  • Der Rechner bildet keine Umsatzsteuer ab – sie ist für deine Kalkulation ein durchlaufender Posten.
  • Beiträge zur Kranken-, Pflege- und Rentenversicherung gibst du selbst ein. Sie hängen von deinem Versicherungsstatus ab und werden hier nicht geschätzt.
  • Kinderfreibeträge, Verlustvorträge, außergewöhnliche Belastungen und weitere Sonderausgaben bleiben unberücksichtigt.

Quellen

Dein kalkulatorischer Stundensatz

86,54 €/h

Was der Durchschnitt aussagt und was nicht

86,70 € ist der Wert, den die Freelancer-Studie 2026 für das Fachgebiet Marketing ausweist. Er beschreibt, was andere abrechnen, über alle Erfahrungsstufen, Regionen und Auftragsarten hinweg.

Was er nicht beschreibt, ist deine Kalkulation. In den Durchschnitt gehen Menschen mit ganz anderen Kosten, anderer Auslastung und anderer Absicherung ein. Zwei Freelancer mit demselben Stundensatz können am Jahresende 20.000 € auseinanderliegen, allein weil einer 80 und der andere 55 Prozent seiner Zeit abrechnet.

Sinnvoll ist der Durchschnitt als Gegenprobe: Liegt dein kalkulatorischer Satz weit darüber, brauchst du eine Positionierung, die den Abstand trägt. Liegt er weit darunter, arbeitest du entweder sehr schlank oder du hast etwas vergessen.

Die Annahmen dieser Seite

Der Rechner oben startet nicht mit allgemeinen Standardwerten, sondern mit Annahmen, die zu diesem Beruf passen. Sie sind eine begründete Einschätzung, keine Messung, und jeder Wert lässt sich überschreiben.

  • 65 Prozent abrechenbar: viele parallele Kunden, viel Abstimmung, häufige Wechsel zwischen Aufgaben.
  • 600 € Betriebskosten: Werkzeuge und Abonnements, Weiterbildung, eigenes Marketing.

Retainer sind im Marketing verbreitet und stabilisieren den Umsatz. Sie verdecken aber leicht, dass der tatsächliche Aufwand über die Monate wächst.

Häufige Fragen

Wie hoch ist der durchschnittliche Stundensatz im Marketing?
Die Freelancer-Studie 2026 von freelance.de weist 86,70 € aus, deutlich unter dem Gesamtdurchschnitt von 101,70 €. Spezialisierung wirkt hier stark: Wer ein enges, messbares Problem löst, liegt regelmäßig über diesem Wert.
Wie prüfe ich einen Retainer?
Teile die Monatspauschale durch die Stunden, die tatsächlich hineingehen. Genau das macht der Retainer-Rechner. Liegt der Wert unter deinem kalkulatorischen Satz, ist die Pauschale keine Sicherheit, sondern ein Rabatt.
Stunden abrechnen oder Ergebnisse?
Beides funktioniert, solange du deinen kalkulatorischen Satz kennst. Ohne ihn ist eine Ergebnisvergütung ein Blindflug, weil der Aufwand erst am Ende sichtbar wird.
Was ist mit Mediakosten?
Anzeigenbudgets gehören nicht in deinen Umsatz, wenn sie nur durchlaufen. Wer sie über das eigene Konto bucht, trägt ein Risiko, das im Honorar nicht abgebildet ist.

Quelle der Marktzahlen

freelance.de: Freelancer-Studie 2026, Auswertung der Stundensätze. Befragung von rund 3.300 Freelancern, Gesamtdurchschnitt 101,70 € pro Stunde. Abgerufen am 18.09.2026. Diese Seite erhebt keine eigenen Marktdaten; sie gibt die veröffentlichten Werte wieder und rechnet nichts daraus ab.

Tim Rutte, Betreiber und Autor. Über diese Seite

Zuletzt geprüft am 18.09.2026.