Zum Inhalt springen
freelancerrechner.de

Preise & Projekte

Preiserhöhungs- und Rabattrechner

10 Prozent Rabatt kosten mehr als 10 Prozent. Und 10 Prozent Preiserhöhung vertragen weniger als 10 Prozent Kundenverlust. Dieser Rechner zeigt beide Seiten in Stunden statt in Prozent.

Deine Angaben

Dein aktuelles Volumen.

Mehrarbeit für denselben Umsatz bei 10 % Rabatt

133 h

mehr Arbeitszeit11 %

10 % Rabatt senken deinen Satz von 92 € auf 82,80 €. Um trotzdem 110.400 € Umsatz zu machen, brauchst du 1.333 h statt 1.200 h – also 133 h mehr, das sind 11 % zusätzliche Arbeit.

Neuer Stundensatz
82,80 €/h
Umsatzverlust bei gleichem Volumen
11.040 €
Nötige Stunden
1.333 h
Zusätzliche Arbeitszeit
11 %
  • 10 % Rabatt bedeuten 11 % Mehrarbeit

    Die beiden Prozentsätze sind nicht gleich, weil sie sich auf verschiedene Größen beziehen: Der Rabatt bezieht sich auf den alten Preis, die Mehrarbeit auf den neuen. Je höher der Rabatt, desto größer wird die Lücke – bei 20 Prozent Rabatt sind es schon 25 Prozent Mehrarbeit.

  • Der Rabatt kostet dich 11.040 € im Jahr

    Bei gleichem Volumen sinkt dein Umsatz von 110.400 € auf 99.360 €. Deine Fixkosten bleiben davon unberührt – der volle Betrag fehlt beim Gewinn.

  • Rabatt ist nicht die einzige Antwort auf Preisdruck

    Statt den Preis zu senken, lässt sich der Umfang reduzieren: weniger Korrekturschleifen, längere Lieferzeiten, weniger Bereitschaft, Leistung in Paketen. Das erhält den Preis und macht den Wert sichtbar.

Was der Rabatt bewirkt

Aktueller Stundensatz
92 €/h
Rabatt 10 %
−9,20 €
Neuer Stundensatz
82,80 €/h
Bisheriges Volumen
1.200 h
Nötiges Volumen für denselben Umsatz
1.333 h

Formel: 1.200 h ÷ 0,90 = 1.333 h

Wenn du nicht mehr arbeiten kannst

Umsatz bisher
110.400 €
Umsatz mit Rabatt
99.360 €
Fehlbetrag
11.040 €

Rabattstufen im Vergleich

Der Zusammenhang ist nicht linear: Je höher der Rabatt, desto überproportional mehr Arbeit.

  • 5 %

    Neuer Satz
    87,40 €/h
    Nötige Stunden
    1.263 h
    Mehrarbeit
    5 %
  • 10 %

    Neuer Satz
    82,80 €/h
    Nötige Stunden
    1.333 h
    Mehrarbeit
    11 %
  • 15 %

    Neuer Satz
    78,20 €/h
    Nötige Stunden
    1.412 h
    Mehrarbeit
    18 %
  • 20 %

    Neuer Satz
    73,60 €/h
    Nötige Stunden
    1.500 h
    Mehrarbeit
    25 %

Wie wird das berechnet?

Rabatt und Preiserhöhung sind keine Spiegelbilder. Ein Rabatt bezieht sich auf den alten Preis, die nötige Mehrarbeit auf den neuen – deshalb ist sie größer als der Rabattsatz. Bei einer Erhöhung ist es umgekehrt.

Formeln

Neuer Satz nach Rabatt
Satz × (1 − Rabattsatz)
Nötiges Volumen für denselben Umsatz
bisheriges Volumen ÷ (1 − Rabattsatz)

Bei 10 % Rabatt: Volumen ÷ 0,9 = 111,1 % des bisherigen Volumens, also 11,1 % Mehrarbeit.

Neuer Satz nach Erhöhung
Satz × (1 + Erhöhungssatz)
Verkraftbarer Volumenverlust
1 − 1 ÷ (1 + Erhöhungssatz)

Bei 10 % Erhöhung: 1 − 1/1,1 = 9,1 % des Volumens dürfen wegfallen.

Deine Annahmen

  • Aktueller Satz 92 €, Volumen 1.200 h
  • Der Rabatt gilt für das gesamte Volumen

Rundung

  • Beträge in ganzen Cent, Stunden als Dezimalwerte.

Was dieser Rechner nicht abbildet

  • Der Rechner sagt nichts darüber, wie deine Kunden reagieren. Er liefert den Maßstab, an dem du die Reaktion messen kannst.
  • Fixkosten bleiben außen vor. Sie ändern sich durch Rabatte und Erhöhungen nicht – genau deshalb wirkt beides voll auf den Gewinn.

Mehrarbeit für denselben Umsatz bei 10 % Rabatt

133 h

Warum Rabatte teurer sind, als sie aussehen

Ein Rabatt bezieht sich auf den ursprünglichen Preis. Die Mehrarbeit, die du brauchst, um denselben Umsatz zu erreichen, bezieht sich auf den neuen, niedrigeren Preis. Deshalb sind 10 Prozent Rabatt 11,1 Prozent Mehrarbeit, 20 Prozent Rabatt sind 25 Prozent, und 30 Prozent Rabatt sind 42,9 Prozent.

In Stunden gerechnet wird daraus eine konkrete Größe: Wer 1.200 Stunden im Jahr abrechnet und 10 Prozent Rabatt gibt, braucht 133 Stunden mehr. Das sind über drei zusätzliche Arbeitswochen – für dasselbe Geld.

Die Preiserhöhung von der anderen Seite betrachtet

Die meisten denken bei einer Preiserhöhung an das Risiko: Was, wenn Kunden abspringen? Die nützlichere Frage lautet: Wie viele dürften abspringen, ohne dass es weh tut?

Bei 10 Prozent Erhöhung sind das 9,1 Prozent des Volumens. Springt niemand ab, verdienst du 10 Prozent mehr. Springt einer ab, der 9 Prozent deines Volumens ausmacht, stehst du genauso da wie vorher – arbeitest aber weniger und hast Kapazität frei.

Wenn Rabatt unvermeidlich ist

Manchmal ist ein Nachlass sinnvoll: bei großen Volumen, langer Bindung oder Vorauszahlung. Wichtig ist, dass der Rabatt eine Gegenleistung hat. Ein Nachlass ohne Gegenleistung ist kein Verhandlungsergebnis, sondern eine Preiskorrektur.

Die Alternative zum Preisnachlass ist der Umfangsnachlass: weniger Korrekturschleifen, längere Lieferzeit, kleinerer Leistungsumfang. Das hält den Preis stabil und macht sichtbar, wofür er steht.

Beispielrechnung

Eine Freelancerin arbeitet für 92 €/h und rechnet 1.200 Stunden im Jahr ab – 110.400 € Umsatz.

Mit 10 % Rabatt
82,80 €/h
Nötige Stunden für 110.400 €
1.200 ÷ 0,9 = 1.333 h
Mehrarbeit
133 h, also 11,1 %
Mit 10 % Erhöhung
101,20 €/h
Verkraftbarer Verlust
109 h, also 9,1 %

Der Rabatt kostet sie drei Arbeitswochen. Die Erhöhung schenkt ihr zweieinhalb – selbst dann, wenn dabei ein kleinerer Kunde verloren geht.

Häufige Fragen

Wie kommuniziere ich eine Preiserhöhung?
Mit Vorlauf, schriftlich und ohne Rechtfertigungsprosa. Ein Satz zum Zeitpunkt, ein Satz zum neuen Satz, ein Satz zur Kontinuität der Zusammenarbeit. Lange Begründungen laden zur Diskussion ein.
Ab wann ist ein Mengenrabatt vertretbar?
Wenn das Volumen dir tatsächlich Kosten spart: gesicherte Auslastung, weniger Akquise, geringerer Abstimmungsaufwand pro Stunde. Ein Rabatt für ein Volumen, das erst versprochen und nie abgerufen wird, ist keiner.
Soll ich Bestandskunden erhöhen?
Ja, sonst entsteht über Jahre eine wachsende Lücke zwischen Bestands- und Neukundenpreisen. Üblich ist eine jährliche Anpassung mit drei Monaten Vorlauf – kleine, regelmäßige Schritte fallen leichter als seltene große.
Was, wenn der Kunde den Rabatt zur Bedingung macht?
Dann rechne mit diesem Rechner, was er kostet, und entscheide bewusst. Manchmal ist ein Auftrag mit Rabatt besser als kein Auftrag – der Projektlückenrechner zeigt, wann das zutrifft und wann nicht.

Weiter in dieser Kategorie

Preise & Projekte

Kategorie ansehen