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Wachstum & Business

Kundenausfall- und Umsatzkonzentrationsrechner

Ein Kunde, der die Hälfte deines Umsatzes ausmacht, ist kein Kunde – er ist ein Arbeitgeber ohne Kündigungsschutz. Dieser Rechner macht deine Umsatzverteilung sichtbar und simuliert, was ein Ausfall bedeutet.

Deine Angaben

Deine Kunden

Trag den Jahresumsatz je Kunde ein. Die Reihenfolge spielt keine Rolle – sortiert wird automatisch.

Kunden und Jahresumsatz

Kunde 1
Kunde 2
Kunde 3
Kunde 4
Kunde 5

Umsatzanteil von Kunde A

Wie 3,3 gleich große Kunden

46 %

Top-3-Anteil84 %

Kunde A steht für 46 % deines Jahresumsatzes von 120.000 €. Deine drei größten Kunden zusammen machen 84 % aus. Fällt Kunde A weg, fehlen 55.000 € – das entspricht 4,6 Projekten deiner üblichen Größe.

Jahresumsatz
120.000 €
Anzahl Kunden
5
Top-1-Anteil
46 %
Konzentrationsindex
0,300

Herfindahl-Index, 1 = ein einziger Kunde

  • Deine Kundenstruktur wirkt wie 3,3 gleich große Kunden

    Du hast 5 Kunden, aber die Umsätze sind ungleich verteilt. Der Kehrwert des Konzentrationsindex übersetzt das in eine anschauliche Zahl: So viele gleich große Kunden ergäben dieselbe Abhängigkeit.

  • Kunde A entscheidet über 46 % deines Jahres

    Ab etwa 30 Prozent Umsatzanteil wird ein Kunde zum Risiko: Eine Budgetkürzung, ein Ansprechpartnerwechsel oder eine Umstrukturierung bei ihm wirkt bei dir wie eine Rezession. Das ist kein Grund, ihn abzugeben – aber einer, parallel an anderen Kunden zu arbeiten.

  • Kein Risiko-Score, sondern nachvollziehbare Zahlen

    Der Konzentrationsindex ist die Summe der quadrierten Umsatzanteile – eine etablierte Kennzahl aus der Wettbewerbsökonomie. Ein Wert von 0,25 entspricht vier gleich großen Kunden, 0,1 entspricht zehn. Was ein guter Wert ist, hängt von deiner Branche und deiner Risikobereitschaft ab.

Umsatzverteilung

1. Kunde A46 %
55.000 €
2. Kunde B23 %
28.000 €
3. Kunde C15 %
18.000 €
4. Kunde E8 %
10.000 €
5. Kunde D8 %
9.000 €

Gesamt: 120.000 €

Wenn der größte Kunde wegfällt

Jahresumsatz heute
120.000 €
Ausfall Kunde A
55.000 €
Verbleibender Umsatz
65.000 €
Fixkosten pro Jahr
22.000 €
Was danach bleibt
43.000 €

Der verbleibende Umsatz deckt deine Fixkosten weiterhin.

Umsatz je Kunde

Je ungleicher die Balken, desto stärker hängt dein Jahr an einzelnen Entscheidungen, die du nicht triffst.

Kunde A

Kunde B

Kunde C

Kunde E

Kunde D

Werte als Tabelle anzeigen
Umsatz je Kunde
Kunde A55.000 €
Kunde B28.000 €
Kunde C18.000 €
Kunde E10.000 €
Kunde D9.000 €

Ausfall der größten Kunden

Was jeder einzelne Ausfall bedeutet – und wie viele Ersatzprojekte nötig wären.

  • Kunde A

    Fehlender Umsatz
    55.000 €
    Anteil
    46 %
    Verbleibt
    65.000 €
    Ersatzprojekte
    4,6
  • Kunde B

    Fehlender Umsatz
    28.000 €
    Anteil
    23 %
    Verbleibt
    92.000 €
    Ersatzprojekte
    2,3
  • Kunde C

    Fehlender Umsatz
    18.000 €
    Anteil
    15 %
    Verbleibt
    102.000 €
    Ersatzprojekte
    1,5

Wie wird das berechnet?

Aus den Jahresumsätzen je Kunde werden Anteile berechnet, daraus die Konzentration und die Wirkung eines Ausfalls. Es gibt bewusst keine Bewertung in Form einer Punktzahl – nur Größen, die sich nachrechnen lassen.

Formeln

Umsatzanteil
Umsatz des Kunden ÷ Gesamtumsatz
Top-3-Anteil
Summe der drei größten Umsätze ÷ Gesamtumsatz
Konzentrationsindex
Summe aller quadrierten Umsatzanteile

Der Herfindahl-Index. Er liegt zwischen 1/n (alle Kunden gleich groß) und 1 (ein einziger Kunde). Große Anteile wiegen durch die Quadrierung stärker.

Wirksame Kundenzahl
1 ÷ Konzentrationsindex

So viele gleich große Kunden würden dieselbe Konzentration ergeben.

Ersatzprojekte
Umsatz des ausgefallenen Kunden ÷ durchschnittlicher Projektumsatz

Deine Annahmen

  • 5 Kunden mit einem Gesamtumsatz von 120.000 €
  • Durchschnittlicher Projektumsatz 12.000 €
  • Fixkosten 22.000 € pro Jahr

Rundung

  • Beträge in ganzen Cent, Anteile als Dezimalwerte. Kunden ohne Umsatz werden ignoriert.

Was dieser Rechner nicht abbildet

  • Der Rechner bewertet nur Umsätze. Zahlungsverhalten, Vertragslaufzeit, Kündigungsfristen und die Stabilität der Kundenbeziehung sind mindestens genauso wichtig.
  • Mehrere Kunden aus derselben Branche oder Konzernstruktur sind nicht wirklich unabhängig. Wenn das auf dich zutrifft, fasse sie zusammen.
  • Die Ausfallsimulation unterstellt, dass der Umsatz ersatzlos wegfällt und die Fixkosten unverändert bleiben.

Umsatzanteil von Kunde A

46 %

Warum Konzentration mehr ist als eine Zahl

Wer 80 Prozent seines Umsatzes mit einem Kunden macht, verhandelt anders. Nicht weil er schlechter verhandelt, sondern weil beide Seiten wissen, was ein Nein bedeuten würde. Das zeigt sich bei Preisen, bei Zahlungszielen und bei der Frage, wessen Termine Vorrang haben.

Die Zahl selbst ist dabei nur der Ausgangspunkt. Interessanter ist die Simulation: Wie viele Projekte müsstest du gewinnen, um den Ausfall zu ersetzen? Und deckt der Rest überhaupt noch deine Fixkosten?

Der Konzentrationsindex statt einer erfundenen Punktzahl

Viele Rechner geben an dieser Stelle einen „Risiko-Score“ aus, dessen Berechnung niemand kennt. Hier steht stattdessen der Herfindahl-Index: die Summe der quadrierten Umsatzanteile. Er ist in der Wettbewerbsökonomie etabliert und lässt sich in zwei Zeilen nachrechnen.

Sein Kehrwert ist anschaulicher: Er sagt, wie viele gleich große Kunden dieselbe Abhängigkeit ergäben. Zehn Kunden, von denen einer 60 Prozent ausmacht, verhalten sich wie zweieinhalb gleich große.

Was der Rechner nicht misst

Fünf Kunden aus derselben Branche sind weniger unabhängig, als die Zahlen vermuten lassen. Gerät die Branche unter Druck, kürzen alle gleichzeitig. Dasselbe gilt für mehrere Töchter eines Konzerns.

Auch die Qualität der Beziehung fehlt: Ein Kunde mit Rahmenvertrag und sechs Monaten Kündigungsfrist ist etwas anderes als einer, der projektweise entscheidet – selbst bei identischem Umsatzanteil.

Beispielrechnung

Fünf Kunden mit 55.000 €, 28.000 €, 18.000 €, 10.000 € und 9.000 € Jahresumsatz. Fixkosten 22.000 €, Projektgröße im Schnitt 12.000 €.

Gesamtumsatz
120.000 €
Top-1-Anteil
55.000 € ÷ 120.000 € = 45,8 %
Top-3-Anteil
101.000 € ÷ 120.000 € = 84,2 %
Konzentrationsindex
0,458² + 0,233² + … = 0,300
Wirksame Kundenzahl
1 ÷ 0,300 = 3,3
Ersatz für Kunde A
55.000 € ÷ 12.000 € = 4,6 Projekte

Fünf Kunden auf dem Papier, gut drei in der Wirkung. Fällt der größte weg, bleiben 65.000 € – genug für die Fixkosten, aber nicht mehr viel darüber. Und es bräuchte fast fünf neue Projekte.

Häufige Fragen

Ab welchem Anteil wird ein Kunde kritisch?
Eine verbreitete Orientierung sind 30 Prozent. Darüber bestimmt ein einzelner Kunde spürbar über dein Jahr. Zwingend ist die Zahl nicht – entscheidend ist, ob du den Ausfall innerhalb deiner Reservezeit ersetzen könntest.
Was, wenn ich gerade einen großen Kunden aufbaue?
Dann ist eine hohe Konzentration eine Phase, keine Struktur. Wichtig ist, dass sie bewusst ist und ein Zeitpunkt feststeht, an dem du wieder aktiv akquirierst – üblicherweise bevor das Projekt endet, nicht danach.
Soll ich Konzernkunden einzeln oder zusammen eintragen?
Zusammen, wenn dieselbe Stelle über das Budget entscheidet. Getrennt, wenn es tatsächlich unabhängige Bereiche mit eigenen Budgets sind. Im Zweifel zusammen – das ist die vorsichtigere Annahme.
Was ist ein guter Konzentrationsindex?
Werte unter 0,15 gelten in der Wettbewerbsökonomie als unkonzentriert, über 0,25 als stark konzentriert. Für Solo-Selbstständige sind diese Schwellen nur eine Orientierung – dort ist eine gewisse Konzentration normal.

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