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Liquidität & Rücklagen

Liquiditäts- und Rücklagenrechner

Der Kunde zahlt später. Deine Kosten nicht. Diese 13-Wochen-Planung zeigt Woche für Woche, wie dein Konto steht – und was passiert, wenn eine Zahlung ausbleibt.

Deine Angaben

Ausgangslage

Geschäftskonto plus Rücklagen, auf die du kurzfristig zugreifen kannst.

Der Betrag, den du nicht unterschreiten willst.

Erwartete Zahlungseingänge

Trag das Datum ein, an dem das Geld auf dem Konto ist – nicht das Rechnungsdatum.

Zahlungseingänge

Eingang 1
Eingang 2
Eingang 3
Laufende Ausgaben

Was du regelmäßig für dich entnimmst.

Niedrigster Kontostand in Woche 2

Durchgehend über der Reserve

9.969 €

Stand nach 13 Wochen20.100 €

Über 13 Wochen sinkt dein Kontostand auf 9.969 € – deine Mindestreserve von 5.000 € hältst du durchgehend.

Ausgaben pro Woche
1.015 €
Eingänge in 13 Wochen
25.500 €
Ausgaben in 13 Wochen
17.400 €
Reichweite ohne Eingänge
11,8 Wochen

vom heutigen Kontostand aus

  • Liquidität ist nicht Gewinn. Ein profitables Jahr kann in einzelnen Wochen zu einem leeren Konto führen – und umgekehrt.
  • Schlimmstes Szenario: Alle Kunden zahlen 30 Tage später

    Dann sinkt dein Konto auf 5.908 € in Woche 6 und bleibt gerade noch positiv. Der Unterschied zum Plan zeigt, wie viel Spielraum du tatsächlich hast.

  • 30 Tage Zahlungsverzug kosten dich 4.062 € am Tiefpunkt

    Der Kunde zahlt später. Deine Kosten nicht. Genau diese Verschiebung ist der häufigste Grund, warum profitable Selbstständige in Zahlungsschwierigkeiten geraten.

  • Ohne jeden Eingang trägt dein Konto 11,8 Wochen

    Das ist eine brauchbare Grundlage. Als Richtwert gelten drei Monate laufende Ausgaben.

  • Warum 13 Wochen?

    Ein Quartal ist kurz genug, um Zahlungstermine realistisch zu kennen, und lang genug, um ein Liquiditätsloch zu sehen, bevor es entsteht. Aktualisiere den Plan wöchentlich – er ist ein Arbeitsmittel, keine Jahresprognose.

Die kritischen Wochen

Alle Wochen, in denen du unter deine Mindestreserve fällst.

Keine Woche unter der Mindestreserve

Wochenrechnung im Überblick

Woche 11.015 € aus
10.985 €
Woche 21.015 € aus
9.969 €
Woche 39.500 € ein, 1.015 € aus
18.454 €
Woche 42.000 € ein, 1.015 € aus
19.438 €
Woche 51.015 € aus
18.423 €
Woche 61.015 € aus
17.408 €
Woche 71.015 € aus
16.392 €
Woche 814.000 € ein, 1.015 € aus
29.377 €
Woche 91.015 € aus
28.362 €
Woche 101.015 € aus
27.346 €
Woche 111.015 € aus
26.331 €
Woche 125.215 € aus
21.115 €
Woche 131.015 € aus
20.100 €

Kontostand Woche für Woche

Jeder Balken ist der Kontostand am Ende einer Woche. Die gestrichelte Linie ist deine Mindestreserve.

KW 1

KW 2

KW 3

KW 4

KW 5

KW 6

KW 7

KW 8

KW 9

KW 10

KW 11

KW 12

KW 13

Mindestreserve: 5.000 €

Werte als Tabelle anzeigen
Kontostand Woche für Woche
KW 121.09.10.985 €
KW 228.09.9.969 €
KW 305.10.18.454 €
KW 412.10.19.438 €
KW 519.10.18.423 €
KW 626.10.17.408 €
KW 702.11.16.392 €
KW 809.11.29.377 €
KW 916.11.28.362 €
KW 1023.11.27.346 €
KW 1130.11.26.331 €
KW 1207.12.21.115 €
KW 1314.12.20.100 €

Was passiert, wenn es nicht wie geplant läuft?

Vier Störungen, die im Alltag vorkommen. Die Zahlen zeigen, welche davon du verkraftest und welche nicht.

  • Wie geplant

    Alle Zahlungen kommen zum vereinbarten Termin.

    Tiefster Stand
    9.969 €
    In Woche
    Woche 2
    Unterdeckung ab
    keine
    Stand nach 13 Wochen
    20.100 €
  • Alle Kunden zahlen 14 Tage später

    Ein Verzug, der in der Praxis Alltag ist.

    Tiefster Stand
    7.938 €
    In Woche
    Woche 4
    Unterdeckung ab
    keine
    Stand nach 13 Wochen
    20.100 €
  • Alle Kunden zahlen 30 Tage später

    Ein Monat Verzug auf der ganzen Linie.

    Tiefster Stand
    5.908 €
    In Woche
    Woche 6
    Unterdeckung ab
    keine
    Stand nach 13 Wochen
    20.100 €
  • Größter Eingang verschiebt sich um 30 Tage

    Projektstart oder Abnahme verzögern sich.

    Tiefster Stand
    9.969 €
    In Woche
    Woche 2
    Unterdeckung ab
    keine
    Stand nach 13 Wochen
    20.100 €
  • Größter Eingang fällt aus

    Der Kunde zahlt nicht – Insolvenz, Streit oder Storno.

    Tiefster Stand
    6.100 €
    In Woche
    Woche 13
    Unterdeckung ab
    keine
    Stand nach 13 Wochen
    6.100 €

Wie wird das berechnet?

Die Planung startet mit dem heutigen Kontostand und schreibt ihn Woche für Woche fort. Zahlungseingänge werden ihrem erwarteten Eingangsdatum zugeordnet, laufende Ausgaben gleichmäßig über die Wochen verteilt, einmalige Zahlungen ihrem Fälligkeitstermin.

Formeln

Wöchentliche Ausgaben
(Fixkosten + variable Ausgaben + private Entnahmen) ÷ 4,333
Wochenergebnis
Eingänge der Woche − Ausgaben der Woche
Kontostand
Kontostand der Vorwoche + Wochenergebnis
Reichweite ohne Eingänge
Kontostand ÷ wöchentliche Ausgaben
Szenarien
Verschiebung aller oder einzelner Eingänge um 14 bzw. 30 Tage, oder deren vollständiger Ausfall

Deine Annahmen

  • Planungsbeginn 21.09., 13 Wochen
  • Laufende Ausgaben 1.015 € pro Woche, gleichmäßig verteilt
  • Zahlungseingänge zu den eingetragenen Terminen

Rundung

  • Ein Monat wird mit 52 ÷ 12 = 4,333 Wochen gerechnet.
  • Eine Woche beginnt am Montag; der Planungsbeginn wird auf den Montag seiner Woche gelegt.
  • Beträge in ganzen Cent.

Was dieser Rechner nicht abbildet

  • Umsatzsteuer ist nicht gesondert abgebildet. Trag Zahlungseingänge brutto und die Umsatzsteuer-Vorauszahlung als einmalige Ausgabe ein.
  • Die Planung kennt keine Kontokorrentlinie. Ein negativer Stand bedeutet Finanzierungsbedarf, nicht zwangsläufig Zahlungsunfähigkeit.
  • Die Szenarien sind Rechenannahmen, keine Wahrscheinlichkeiten.

Niedrigster Kontostand in Woche 2

9.969 €

Gewinn und Liquidität sind zwei verschiedene Dinge

Ein Jahr kann hervorragend laufen und trotzdem zu einem leeren Konto im Oktober führen. Der Gewinn entsteht, wenn die Leistung erbracht ist. Das Geld kommt, wenn der Kunde zahlt. Zwischen beidem liegen bei 30 Tagen Zahlungsziel und etwas Verzug schnell zwei Monate.

Genau diese Lücke bringt profitable Selbstständige in Schwierigkeiten. Nicht fehlende Aufträge, sondern Zahlungen, die später kommen als die Kosten.

Warum 13 Wochen und nicht zwölf Monate

Eine Jahresplanung ist zu grob für Liquidität und zu ungenau, um verlässlich zu sein. Ein Quartal dagegen lässt sich überblicken: Du kennst die offenen Rechnungen, die Zahlungsziele und die anstehenden Termine.

Die 13-Wochen-Planung ist in Unternehmen ein Standardinstrument. Für Solo-Selbstständige ist sie genauso nützlich – und deutlich schneller aufgestellt.

Die Szenarien sind der eigentliche Wert

Der Basisplan zeigt, was passiert, wenn alles wie vereinbart läuft. Das ist selten der Fall. Interessanter ist die Frage, welche Störung dich umwirft und welche nicht.

Wenn 14 Tage Verzug bei allen Kunden dein Konto ins Minus bringen, ist das ein Signal: Die Reserve ist zu klein oder die Zahlungsziele zu lang. Beides lässt sich ändern, bevor es passiert.

Beispielrechnung

Kontostand 12.000 €, laufende Ausgaben 4.400 € im Monat, also rund 1.015 € pro Woche. Drei Eingänge über 9.500 €, 2.000 € und 14.000 €, dazu eine Steuervorauszahlung von 4.200 €.

Wöchentliche Ausgaben
4.400 € ÷ 4,333 = 1.015 €
Ohne Eingänge
12.000 € reichen 11,8 Wochen
Mit Eingängen wie geplant
Reserve wird gehalten
Bei 30 Tagen Verzug
Tiefpunkt verschiebt sich deutlich nach unten
Größter Eingang fällt aus
14.000 € fehlen dauerhaft

Der Plan sieht solide aus. Erst die Szenarien zeigen, wie schnell aus komfortabel knapp wird – und dass die Steuervorauszahlung im Dezember genau in die dünnste Phase fällt.

Häufige Fragen

Welches Datum trage ich bei den Eingängen ein?
Das Datum, an dem das Geld voraussichtlich auf dem Konto ist – nicht das Rechnungsdatum. Bei 30 Tagen Zahlungsziel und einem Kunden, der erfahrungsgemäß eine Woche später zahlt, sind das 37 Tage.
Brutto oder netto eintragen?
Brutto, also inklusive Umsatzsteuer – das ist der Betrag, der auf dem Konto landet. Die Umsatzsteuer-Vorauszahlung trägst du dann als einmalige Ausgabe zu ihrem Fälligkeitstermin ein.
Wie hoch sollte die Mindestreserve sein?
Ein verbreiteter Richtwert sind drei Monate laufende Ausgaben. Wer stark von wenigen Kunden abhängt oder lange Zahlungsziele akzeptiert, sollte eher darüber liegen.
Wie oft sollte ich den Plan aktualisieren?
Wöchentlich, am besten zum selben Zeitpunkt. Der Wert liegt nicht in der Prognose, sondern darin, Abweichungen früh zu sehen – zwei Wochen Vorlauf genügen meist, um zu reagieren.

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