Auslastung & Planung
Krankheitsausfallrechner
Krankheit ist der Ausfall, den niemand einplant. Dieser Rechner zeigt, was er kostet, was eine Absicherung davon trägt und welche Lücke deine Reserve schließen muss.
Deine Angaben
Ungedeckte Lücke
Keine Absicherung3.360 €
entgangener Umsatz14.720 €
28 Tage Ausfall bedeuten 14.720 € entgangenen Umsatz. Gleichzeitig laufen 3.360 € an Kosten weiter. Ohne Absicherung musst du die vollen 3.360 € aus der Reserve tragen.
- Entgangener Umsatz
- 14.720 €
- Laufende Kosten
- 3.360 €
- Leistung der Absicherung
- 0 €
- Nötige Reserve
- 3.360 €
keine Absicherung angegeben
- Welche Leistungen dir tatsächlich zustehen, hängt von deinem Versicherungsstatus und deinem Vertrag ab. Prüfe die Karenzzeit und die Höhe in deinen Unterlagen – dieser Rechner rechnet nur mit den Werten, die du einträgst.
Ohne Absicherung trägst du den gesamten Ausfall
3.360 € laufende Kosten stehen null Einnahmen gegenüber. Eine Krankentagegeldversicherung ist für Solo-Selbstständige eine der wenigen Versicherungen, bei denen sich der Beitrag fast immer rechnet – die Höhe hängt stark von der gewählten Karenzzeit ab.
Die Karenzzeit ist der wichtigere Hebel
Schon bei 14 Tagen Ausfall entstehen 1.680 € Kosten. Eine kürzere Karenzzeit kostet mehr Beitrag, deckt aber genau die Ausfälle ab, die tatsächlich häufig vorkommen. Lange Ausfälle sind seltener, aber existenzieller – beides braucht eine Antwort.
Als Reserve solltest du mindestens 3.360 € vorhalten
Auf zwölf Monate verteilt sind das 280 € monatlich. Die Reserve deckt die laufenden Kosten, nicht den entgangenen Gewinn – letzterer ist ärgerlich, aber nicht existenzbedrohend.
Was der Ausfall kostet
- Entgangene abrechenbare Tage
- 20 Tage
- Tagessatz
- 736 €
- Entgangener Umsatz
- 14.720 €
- Betriebskosten im Zeitraum
- 747 €
- Private Kosten im Zeitraum
- 2.613 €
- Laufende Kosten
- 3.360 €
Der entgangene Umsatz ist verlorener Gewinn. Was du wirklich vorhalten musst, sind die laufenden Kosten – sie werden fällig, ob du arbeitest oder nicht.
Was die Absicherung trägt
- Karenzzeit
- 42 Tage
- Tage mit Leistung
- 0 Tage
- Tagessatz der Leistung
- 0 €
- Leistung insgesamt
- 0 €
- Laufende Kosten
- 3.360 €
- Ungedeckte Lücke
- 3.360 €
Ausfälle unterschiedlicher Länge
Die Karenzzeit entscheidet mehr über deine Absicherung als die Höhe des Tagegelds. Kurze Ausfälle trägst du fast immer selbst.
14 Kalendertage
- Entgangener Umsatz
- 7.360 €
- Laufende Kosten
- 1.680 €
- Leistung
- 0 €
- Lücke
- 1.680 €
28 Kalendertage
- Entgangener Umsatz
- 14.720 €
- Laufende Kosten
- 3.360 €
- Leistung
- 0 €
- Lücke
- 3.360 €
42 Kalendertage
- Entgangener Umsatz
- 22.080 €
- Laufende Kosten
- 5.040 €
- Leistung
- 0 €
- Lücke
- 5.040 €
90 Kalendertage
- Entgangener Umsatz
- 47.104 €
- Laufende Kosten
- 10.800 €
- Leistung
- 0 €
- Lücke
- 10.800 €
Damit weiterrechnen
Deine Werte werden in den nächsten Rechner übernommen – du kannst sie dort jederzeit ändern.
Wie wird das berechnet?
Der Rechner trennt drei Größen: den Umsatz, der an Arbeitstagen entfällt, die Kosten, die je Kalendertag weiterlaufen, und die Leistung einer Absicherung, die erst nach der Karenzzeit einsetzt.
Formeln
- Entgangener Umsatz
- entgangene abrechenbare Tage × Tagessatz
- Laufende Kosten
- (Betriebskosten + private Kosten) × Ausfalltage ÷ 30
- Leistung
- (Ausfalltage − Karenzzeit) × Tagegeld
- Ungedeckte Lücke
- laufende Kosten − Leistung, mindestens 0
Gerechnet wird mit 30 Kalendertagen je Monat.
Deine Annahmen
- 28 Tage Ausfall, davon 20 Tage abrechenbar
- 30 Kalendertage je Monat für die Umrechnung der laufenden Kosten
- keine Krankentagegeldversicherung berücksichtigt
Rundung
- Beträge in ganzen Cent, Tage ganzzahlig.
Was dieser Rechner nicht abbildet
- Der Rechner prüft nicht, ob und in welcher Höhe dir Leistungen zustehen. Er rechnet ausschließlich mit den Werten, die du einträgst.
- Das gesetzliche Krankengeld für freiwillig versicherte Selbstständige setzt einen entsprechenden Wahltarif voraus und richtet sich nach der Beitragsbemessung.
- Steuerliche Wirkungen des Ausfalls (geringerer Gewinn, geringere Steuerlast) sind nicht berücksichtigt.
- Laufende Projekte, Vertragsstrafen und Folgen für Kundenbeziehungen bleiben außen vor.
Ungedeckte Lücke
3.360 €
Zwei Zahlen, die oft verwechselt werden
Der entgangene Umsatz ist die größere Zahl, aber nicht die gefährlichere. Er ist Gewinn, auf den du verzichtest – ärgerlich, aber nicht existenzbedrohend.
Die Kosten, die weiterlaufen, sind die kritische Größe. Miete, Versicherungen, Software und Lebenshaltung werden fällig, ob du arbeitest oder nicht. Genau diese Summe muss deine Reserve tragen.
Die Karenzzeit entscheidet mehr als die Höhe
Eine Krankentagegeldversicherung mit Leistungsbeginn am 43. Tag ist deutlich günstiger als eine ab dem 15. Tag. Sie deckt aber genau die Ausfälle nicht ab, die am häufigsten vorkommen: die zwei, drei Wochen nach einer Operation oder einem grippalen Infekt.
Sinnvoll ist die Kombination: eine Reserve, die vier bis sechs Wochen trägt, und eine Versicherung, die danach übernimmt. So zahlst du keinen hohen Beitrag für Wochen, die du ohnehin selbst tragen kannst.
Krankheitstage gehören in die Kalkulation
Fünf bis zehn Krankheitstage im Jahr sind bei den meisten Menschen der Normalfall. Wer sie in der Kapazitätsplanung berücksichtigt, hat sie bereits im Stundensatz eingepreist.
Wer mit 220 Arbeitstagen kalkuliert und dann acht Tage krank ist, hat diese Tage nicht verloren – er hat sie nie gehabt.
Beispielrechnung
Eine Freelancerin fällt 28 Tage aus, davon 20 abrechenbare Tage. Ihr Tagessatz beträgt 736 €, ihre Kosten 3.600 € im Monat. Sie hat keine Krankentagegeldversicherung.
- Entgangener Umsatz
- 20 × 736 € = 14.720 €
- Laufende Kosten
- 3.600 € × 28/30 = 3.360 €
- Leistung
- 0 €
- Ungedeckte Lücke
- 3.360 €
- Bei 90 Tagen Ausfall
- 10.800 € Kosten
Vier Wochen Ausfall kosten sie 14.720 € Umsatz, aber nur 3.360 € an echter Liquidität. Bei drei Monaten sind es 10.800 € – die Größenordnung, an der sich eine Reserve orientieren sollte.
Häufige Fragen
- Bekomme ich als Selbstständiger Krankengeld?
- Nur mit entsprechendem Wahltarif bei einer gesetzlichen Krankenkasse oder über eine private Krankentagegeldversicherung. Ohne eine dieser Optionen gibt es ab dem ersten Tag keine Leistung. Was für dich gilt, steht in deinen Versicherungsunterlagen.
- Wie hoch sollte das Krankentagegeld sein?
- Es sollte deine laufenden privaten und betrieblichen Kosten decken, nicht deinen Umsatz. Versicherer orientieren sich häufig am Gewinn der letzten Jahre; eine Absicherung deutlich darüber ist in der Regel nicht möglich.
- Wie groß sollte die Reserve sein?
- Drei bis sechs Monate laufende Kosten sind ein verbreiteter Richtwert. Wer eine Absicherung mit langer Karenzzeit hat, braucht eher am oberen Ende – die Reserve muss genau die Zeit bis zum Leistungsbeginn tragen.
- Was ist mit laufenden Projekten?
- Das ist das zweite Risiko, das dieser Rechner nicht abbildet: Vertragsstrafen, verlorene Aufträge und Kunden, die weiterziehen. Eine Vertretungsregelung mit Kolleginnen und Kollegen ist dafür oft wertvoller als jede Versicherung.
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