Auslastung & Planung
Urlaubsrechner für Freelancer
Urlaub kostet dich als Freelancer nicht nur Geld. Er reduziert auch deine abrechenbare Kapazität – und damit die Basis, auf die sich dein gesamter Jahresumsatz verteilt.
Deine Angaben
Entgangener Umsatz durch 25 Tage Urlaub
18.400 €
nötige Rücklage4.286 €
25 Tage Urlaub bedeuten bei 736 € Tagessatz 18.400 € weniger Umsatz. Gleichzeitig laufen 4.286 € an Kosten weiter. Deine abrechenbare Kapazität sinkt von 180 Tage auf 155 Tage – das sind 14 % weniger.
- Entgangener Umsatz
- 18.400 €
- Kosten während des Urlaubs
- 4.286 €
- Nötige Rücklage
- 4.286 €
- Monatlich zurücklegen
- 357 €
über zwölf Monate verteilt
Urlaub kostet dich zweimal
Einmal den Umsatz von 18.400 €, einmal die 4.286 € Kosten, die weiterlaufen. Angestellte merken davon nichts, weil das Gehalt weiterläuft – bei dir ist beides sichtbar.
Mit 854,71 € Tagessatz wäre der Urlaub eingepreist
Das sind 16 % mehr als deine aktuellen 736 €. Mit diesem Satz erreichst du trotz Urlaub denselben Jahresumsatz – der Urlaub ist dann Teil der Kalkulation und nicht mehr eine Lücke, die du dir leisten musst.
Die Kapazität ist der eigentliche Punkt
Urlaub reduziert nicht nur den Umsatz eines Zeitraums, sondern die Basis deiner gesamten Jahresplanung. Jeder Urlaubstag verteilt deine Fixkosten auf 155 Tage statt auf 180 Tage Tage.
Was der Urlaub kostet
- Urlaubstage
- 25 Tage
- Tagessatz
- 736 €
- Entgangener Umsatz
- 18.400 €
- Betriebskosten im Zeitraum
- 952 €
- Private Kosten im Zeitraum
- 3.333 €
- Nötige Rücklage
- 4.286 €
Die Rücklage deckt die weiterlaufenden Kosten. Der entgangene Umsatz ist kein Kapitalbedarf, sondern der Gewinn, auf den du verzichtest.
Wirkung auf die Jahresplanung
- Abrechenbare Tage ohne Urlaub
- 180 Tage
- Urlaubstage
- 25 Tage
- Verbleibende abrechenbare Tage
- 155 Tage
- Jahresumsatz mit Urlaub
- 114.080 €
- Jahresumsatz ohne Urlaub
- 132.480 €
Tagessatz mit und ohne eingepreisten Urlaub
Zwei Wege zum selben Jahresumsatz: mehr Tage arbeiten oder den Satz anpassen.
Aktuell, mit Urlaub
- Tagessatz
- 736 €
- Abrechenbare Tage
- 155 Tage
- Jahresumsatz
- 114.080 €
Urlaub eingepreist
- Tagessatz
- 854,71 €
- Abrechenbare Tage
- 155 Tage
- Jahresumsatz
- 132.480 €
Ohne Urlaub durcharbeiten
- Tagessatz
- 736 €
- Abrechenbare Tage
- 180 Tage
- Jahresumsatz
- 132.480 €
Damit weiterrechnen
Deine Werte werden in den nächsten Rechner übernommen – du kannst sie dort jederzeit ändern.
- Rechner öffnen
Mit dem eingepreisten Satz rechnen
Was der höhere Tagessatz an Umsatz bedeutet.
- Rechner öffnen
Arbeitstage genau bestimmen
Mit Feiertagen deines Bundeslands rechnen.
- Rechner öffnen
Urlaub in die Liquiditätsplanung übernehmen
Sieht dein Konto die Lücke kommen?
- Rechner öffnen
Auch den ungeplanten Ausfall rechnen
Urlaub planst du. Krankheit nicht.
Wie wird das berechnet?
Der Rechner trennt drei Wirkungen: den entgangenen Umsatz, die weiterlaufenden Kosten und die reduzierte Kapazität. Daraus ergibt sich, wie viel du zurücklegen musst und welcher Tagessatz den Urlaub bereits enthält.
Formeln
- Entgangener Umsatz
- Urlaubstage × Tagessatz
- Kosten im Urlaubszeitraum
- (Betriebskosten + private Kosten) × Urlaubstage ÷ 21
- Nötige Rücklage
- Kosten im Urlaubszeitraum
- Monatliche Sparrate
- nötige Rücklage ÷ 12
- Tagessatz mit eingepreistem Urlaub
- (Tage ohne Urlaub × Tagessatz) ÷ (Tage ohne Urlaub − Urlaubstage)
21 Arbeitstage entsprechen einem Monat.
Deine Annahmen
- 180 Tage abrechenbare Tage ohne Urlaub
- Tagessatz 736 €
- 21 Arbeitstage je Monat für die Umrechnung der laufenden Kosten
Rundung
- Beträge in ganzen Cent, Tage als Dezimalwerte.
Was dieser Rechner nicht abbildet
- Steuern und Sozialabgaben sind nicht enthalten – die Rücklage bildet die laufenden Kosten ab, nicht deine gesamte Entnahme.
- Der Rechner unterstellt, dass Urlaubstage auf Tage fallen, die du sonst abgerechnet hättest.
- Feiertage werden nicht berücksichtigt. Der Arbeitstage-Rechner nimmt sie auf.
Entgangener Umsatz durch 25 Tage Urlaub
18.400 €
Die Rechnung, die Angestellte nie machen müssen
Im Angestelltenverhältnis ist Urlaub bezahlt. Als Selbstständiger ist er ein Zeitraum ohne Einnahmen, in dem alle Kosten weiterlaufen: Miete, Versicherungen, Software, Lebenshaltung.
Das ist kein Grund, keinen Urlaub zu machen – sondern einer, ihn einzupreisen. Wer 25 Tage plant und sie in der Kalkulation berücksichtigt, macht Urlaub ohne schlechtes Gewissen. Wer es nicht tut, arbeitet ihn implizit das ganze Jahr über ab.
Urlaub einpreisen statt aussitzen
Der sauberste Weg ist die Kalkulation über die tatsächlich verfügbaren Tage. Wenn du 180 Tage abrechnen könntest und 25 davon in den Urlaub gehen, verteilst du deinen Zielumsatz auf 155 Tage – nicht auf 180.
Der daraus folgende Tagessatz liegt spürbar höher. Das ist kein Aufschlag, sondern die korrekte Rechnung. Der Fehler liegt im ursprünglichen Satz, nicht im neuen.
Beispielrechnung
Eine Freelancerin plant 25 Urlaubstage. Sie könnte 180 Tage abrechnen, ihr Tagessatz beträgt 736 €, ihre Kosten liegen bei 3.600 € im Monat.
- Entgangener Umsatz
- 25 × 736 € = 18.400 €
- Kosten im Zeitraum
- 3.600 € × 25/21 = 4.286 €
- Verbleibende Tage
- 180 − 25 = 155
- Satz mit eingepreistem Urlaub
- 132.480 € ÷ 155 = 854,71 €
- Monatliche Rücklage
- 4.286 € ÷ 12 = 357 €
Mit 855 € statt 736 € Tagessatz – einem Aufschlag von 16 Prozent – erreicht sie trotz Urlaub denselben Jahresumsatz. 357 € im Monat zurückgelegt decken die Kosten der Urlaubszeit.
Häufige Fragen
- Wie viel Urlaub sollte ich einplanen?
- Der gesetzliche Mindesturlaub für Angestellte liegt bei 20 Tagen bei einer Fünftagewoche, üblich sind 25 bis 30. Für Selbstständige gibt es keine Vorgabe – aber auch keinen Grund, sich schlechter zu stellen als die eigenen Kunden.
- Zählen Feiertage als Urlaub?
- Nein. Feiertage fallen unabhängig von deiner Planung aus und sind im Arbeitstage-Rechner enthalten. Hier geht es um die Tage, die du bewusst frei nimmst.
- Muss ich für den Urlaub Rücklagen bilden?
- Wenn dein Tagessatz den Urlaub bereits einpreist, brauchst du keine gesonderte Rücklage – der Betrag steckt dann in jedem abgerechneten Tag. Ohne eingepreisten Urlaub brauchst du eine Reserve für die laufenden Kosten der Urlaubszeit.
- Was ist mit Kunden, die während meines Urlaubs etwas brauchen?
- Vereinbare die Abwesenheit früh und schriftlich, und benenne eine Vertretung oder eine Notfallregelung. Wer Erreichbarkeit zusichert, macht keinen Urlaub, sondern Homeoffice mit besserem Wetter.
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