Wachstum & Business
Subunternehmer- und Delegationsrechner
Arbeit abzugeben klingt nach Skalierung. Ob es sich rechnet, entscheidet sich an zwei Zahlen: dem Geld, das übrig bleibt, und der Zeit, die trotzdem bei dir hängen bleibt.
Deine Angaben
Cash-Beitrag der Delegation
Rechnet sich4.000 €
je eigener Stunde200 €/h
Von 10.000 € Verkaufspreis gehen 6.000 € an den Subunternehmer. Es bleiben 4.000 €. Dafür investierst du selbst 20,0 h – das sind 200 € je eigener Stunde.
- Cash-Beitrag
- 4.000 €
- Kalkulatorischer Beitrag
- 2.160 €
- Frei gewordene Stunden
- 80,0 h
- Marge
- 40 %
nach Abzug deiner Zeit
100 h abgegeben, 20,0 h selbst investiert
- Ob eine Zusammenarbeit als selbstständige Leistung oder als abhängige Beschäftigung gilt, hängt von der tatsächlichen Ausgestaltung ab. Bei dauerhafter Zusammenarbeit mit nur einem Auftraggeber lohnt sich eine rechtliche Prüfung.
Je eigener Stunde bringt die Delegation 200 €
Dein Maßstab liegt bei 92 €. Die Delegation liegt darüber – deine Zeit ist hier produktiver eingesetzt als in der Ausführung.
Du gewinnst 80,0 h zurück
Der eigentliche Wert der Delegation liegt selten in der Marge, sondern in der Kapazität. Was diese 80,0 h wert sind, hängt davon ab, ob du sie füllen kannst. Ohne Anschlussprojekt ist die Rechnung eine andere.
Bis 8.160 € Einkaufspreis geht die Rechnung auf
Darüber hinaus verdienst du an deiner eigenen eingesetzten Zeit weniger als deinen Stundenwert. Das ist die Zahl für die Verhandlung mit dem Subunternehmer.
Der Cash-Beitrag: was tatsächlich übrig bleibt
- Verkaufspreis
- 10.000 €
- Einkaufspreis
- 6.000 €
- Cash-Beitrag
- 4.000 €
Das ist die Zahl, die auf dem Konto ankommt – unabhängig davon, wie viel Zeit du investiert hast.
Der kalkulatorische Beitrag: mit deiner Zeit gerechnet
- Cash-Beitrag
- 4.000 €
- Koordinationszeit
- 12,0 h
- Nacharbeit
- 8,0 h
- Deine Zeit bewertet (20,0 h × 92 €)
- 1.840 €
- Kalkulatorischer Beitrag
- 2.160 €
Diese Zahl beantwortet die Frage: Hätte ich meine Zeit anderweitig besser eingesetzt? Sie ist nur dann relevant, wenn du tatsächlich ausgelastet bist.
Delegieren oder selbst machen
Beide Wege bringen denselben Verkaufspreis. Der Unterschied liegt in der Zeit, die du dafür brauchst.
Delegieren
- Eigener Zeiteinsatz
- 20,0 h
- Ertrag
- 4.000 €
- Je eigener Stunde
- 200 €/h
Selbst machen
- Eigener Zeiteinsatz
- 108,0 h
- Ertrag
- 10.000 €
- Je eigener Stunde
- 92,59 €/h
Bis zu einem Einkaufspreis von 8.160 € deckt die Delegation den Wert deiner eingesetzten Zeit.
Damit weiterrechnen
Deine Werte werden in den nächsten Rechner übernommen – du kannst sie dort jederzeit ändern.
Wie wird das berechnet?
Zwei Ergebnisse werden getrennt ausgewiesen: der Cash-Beitrag als tatsächlicher Geldüberschuss und der kalkulatorische Beitrag, der zusätzlich die eigene eingesetzte Zeit bewertet.
Formeln
- Cash-Beitrag
- Verkaufspreis − Einkaufspreis − direkte Kosten
- Eigene Zeit
- Koordinationszeit + Nacharbeit
- Kalkulatorischer Beitrag
- Cash-Beitrag − eigene Zeit × Wert deiner Stunde
- Ertrag je eigener Stunde
- Cash-Beitrag ÷ eigene Zeit
- Frei gewordene Stunden
- delegierte Stunden − eigene Zeit
- Break-even-Einkaufspreis
- Verkaufspreis − direkte Kosten − eigene Zeit × Wert deiner Stunde
Deine Annahmen
- Verkaufspreis 10.000 €, Einkaufspreis 6.000 €
- 100 h delegiert, 20,0 h eigene Zeit
- Eigene Stunde bewertet mit 92 €
Rundung
- Beträge in ganzen Cent, Stunden als Dezimalwerte.
Was dieser Rechner nicht abbildet
- Der Rechner bewertet keine Qualitätsrisiken und keine Haftung. Gegenüber dem Kunden stehst du für die Leistung ein, auch wenn jemand anders sie erbracht hat.
- Frei gewordene Zeit hat nur dann den angesetzten Wert, wenn du sie tatsächlich anderweitig verkaufen kannst.
- Sozialversicherungsrechtliche Fragen – insbesondere die Abgrenzung zur Scheinselbstständigkeit – sind nicht Gegenstand dieser Rechnung.
Cash-Beitrag der Delegation
4.000 €
Delegieren kostet eigene Zeit
Ein Paket abzugeben bedeutet nicht, es loszuwerden. Briefing, Rückfragen, Zwischenstände, Abnahme und Nacharbeit bleiben bei dir. Bei 100 delegierten Stunden sind 20 Stunden eigener Aufwand keine Ausnahme, sondern ein realistischer Wert.
Genau deshalb reicht die Marge als Kennzahl nicht aus. 4.000 € Überschuss klingen gut – verteilt auf 20 eigene Stunden sind es 200 € je Stunde und damit deutlich mehr als dein Normalsatz. Verteilt auf 50 eigene Stunden sind es 80 € und damit weniger.
Cash-Beitrag und kalkulatorischer Beitrag beantworten verschiedene Fragen
Der Cash-Beitrag sagt, wie viel Geld am Ende übrig bleibt. Er ist die relevante Zahl, wenn du ohnehin freie Kapazität hast – dann ist jede Marge besser als keine.
Der kalkulatorische Beitrag zieht den Wert deiner Zeit ab. Er ist die relevante Zahl, wenn du ausgelastet bist: Dann konkurriert die Koordinationszeit mit abrechenbarer Arbeit.
Der eigentliche Gewinn ist Kapazität
Wer 100 Stunden delegiert und 20 selbst investiert, gewinnt 80 Stunden. Was sie wert sind, hängt davon ab, ob du sie füllen kannst. Ohne Anschlussprojekt ist die Delegation ein reines Margengeschäft – und dann oft ein schmales.
Mit Anschlussprojekt ist sie der Hebel, mit dem sich Solo-Selbstständigkeit ohne Anstellung skalieren lässt.
Beispielrechnung
Ein Projekt wird für 10.000 € verkauft und für 6.000 € eingekauft. 100 Stunden werden delegiert, 12 Stunden Koordination und 8 Stunden Nacharbeit bleiben beim Auftraggeber. Eigener Stundenwert: 92 €.
- Cash-Beitrag
- 10.000 € − 6.000 € = 4.000 €
- Eigene Zeit
- 12 h + 8 h = 20 h
- Ertrag je eigener Stunde
- 4.000 € ÷ 20 h = 200 €/h
- Wert der eigenen Zeit
- 20 h × 92 € = 1.840 €
- Kalkulatorischer Beitrag
- 4.000 € − 1.840 € = 2.160 €
- Frei gewordene Stunden
- 100 − 20 = 80 h
200 € je eigener Stunde liegen deutlich über dem eigenen Satz von 92 €. Zusätzlich bleiben 80 Stunden für anderes. Solange diese Stunden gefüllt werden können, ist die Delegation klar vorteilhaft.
Häufige Fragen
- Welche Marge ist bei Subunternehmern üblich?
- Verbreitet sind 25 bis 40 Prozent auf den Einkaufspreis. Entscheidender als der Prozentsatz ist aber der Ertrag je eigener Stunde – eine niedrige Marge bei wenig Koordinationsaufwand kann besser sein als eine hohe mit ständigen Rückfragen.
- Muss ich dem Kunden sagen, dass ich delegiere?
- Das hängt vom Vertrag ab. Viele Verträge enthalten einen Zustimmungsvorbehalt für Subunternehmer. Unabhängig davon ist Offenheit meist die bessere Wahl – herauskommen tut es ohnehin.
- Wie reduziere ich die Nacharbeit?
- Durch ein präziseres Briefing, klare Definition des fertigen Zustands und frühere Zwischenstände. Zwei Stunden mehr Briefing sparen regelmäßig zehn Stunden Nacharbeit – und die Zusammenarbeit wird für beide Seiten besser.
- Ab wann wird Delegation zur Scheinselbstständigkeit?
- Die Abgrenzung richtet sich nach der tatsächlichen Ausgestaltung: Weisungsgebundenheit, Eingliederung in deine Arbeitsorganisation, Tätigkeit für nur einen Auftraggeber. Bei dauerhafter Zusammenarbeit ist eine Prüfung sinnvoll – dieser Rechner beantwortet die Frage nicht.
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