Grundlagen
Gewinn- und Überschussrechner
Umsatz ist nicht Gewinn, und Gewinn ist nicht das, was privat bei dir ankommt. Dieser Rechner klärt die erste der beiden Stufen: Was bleibt nach allen Betriebskosten übrig?
Deine Angaben
Überschuss vor Einkommensteuer
88.600 €
Gewinnmarge74 %
Von 120.000 € Umsatz bleiben nach 31.400 € Betriebskosten 88.600 € Gewinn – das sind 74 % Marge und 7.383 € im Monat. Steuern und private Versicherungen sind darin noch nicht abgezogen.
- Jahresumsatz
- 120.000 €
- Gesamtkosten
- 31.400 €
- Gewinn pro Monat
- 7.383 €
- Break-even-Umsatz
- 26.737 €
26 % vom Umsatz
ab hier trägt sich der Betrieb
Dein Puffer bis zum Break-even beträgt 93.263 €
Ab 26.737 € Jahresumsatz sind alle Betriebskosten gedeckt. Jeder Euro darüber erhöht deinen Gewinn – abzüglich der variablen Kosten, die mitwachsen.
Deine Fixkosten binden rund 1.4 Monatsumsätze im Jahr
Fixkosten laufen weiter, wenn kein Projekt läuft. Je höher ihr Anteil, desto größer muss deine Liquiditätsreserve sein – und desto teurer wird jede Projektlücke.
Ergebnisrechnung
- Jahresumsatz (netto)
- 120.000 €
- Fixe Betriebskosten
- 14.400 €
- Variable Kosten (5 %)
- 6.000 €
- Projektbezogene Kosten
- 8.000 €
- Einmalige Kosten
- 3.000 €
- Gesamtkosten
- 31.400 €
- Überschuss vor Einkommensteuer
- 88.600 €
Diese Rechnung endet bewusst vor der Einkommensteuer. Sie ist eine Betriebs-, keine Privatrechnung.
Was noch nicht abgezogen ist
- Einkommensteuer, Soli, ggf. Kirchensteuer
- kommt noch
- Kranken- und Pflegeversicherung
- kommt noch
- Altersvorsorge
- kommt noch
- Rücklage für Nachzahlungen
- kommt noch
Der Gewinn ist nicht dein verfügbares Einkommen. Wie viel davon übrig bleibt, zeigt der Netto-Rechner.
Damit weiterrechnen
Deine Werte werden in den nächsten Rechner übernommen – du kannst sie dort jederzeit ändern.
Wie wird das berechnet?
Eine einfache Ergebnisrechnung: Umsatz minus Kosten. Unterschieden wird zwischen fixen Kosten, die unabhängig vom Umsatz anfallen, variablen Kosten, die mit ihm wachsen, und einmaligen oder projektbezogenen Kosten.
Formeln
- Variable Kosten
- Umsatz × variabler Kostensatz
- Gesamtkosten
- Fixkosten + variable Kosten + Projektkosten + einmalige Kosten
- Überschuss
- Umsatz − Gesamtkosten
- Gewinnmarge
- Überschuss ÷ Umsatz
- Break-even-Umsatz
- (Fixkosten + Projektkosten + einmalige Kosten) ÷ (1 − variabler Kostensatz)
Der Nenner ist die Deckungsbeitragsquote: der Anteil jedes Umsatzeuros, der zur Deckung der Fixkosten übrig bleibt.
Deine Annahmen
- Alle Beträge netto, ohne Umsatzsteuer
- Fixkosten 14.400 € im Jahr
- Variable Kosten 5 % vom Umsatz
Rundung
- Beträge werden in ganzen Cent geführt und zur Anzeige auf volle Euro gerundet.
Was dieser Rechner nicht abbildet
- Abschreibungen werden nicht automatisch über die Nutzungsdauer verteilt – trag den jährlichen Anteil als einmalige Kosten ein.
- Einkommensteuer, Kranken- und Pflegeversicherung sowie private Entnahmen sind bewusst nicht enthalten.
- Die Gewerbesteuer ist keine abziehbare Betriebsausgabe (§ 4 Abs. 5b EStG) und taucht deshalb hier nicht auf.
Überschuss vor Einkommensteuer
88.600 €
Fixe und variable Kosten getrennt betrachten
Fixkosten fallen an, egal ob du arbeitest: Software-Abos, Versicherungen, Büro, Steuerberatung. Variable Kosten wachsen mit dem Umsatz: Provisionen an Vermittler, Zahlungsgebühren, Subunternehmer.
Die Unterscheidung ist mehr als Buchhaltung. Sie sagt dir, wie hart eine Flaute dich trifft. Wer hohe Fixkosten hat, braucht eine größere Reserve und kann Preise schlechter senken.
Der Break-even-Umsatz ist die Zahl, die man kennen sollte
Er sagt, ab welchem Jahresumsatz sich dein Betrieb trägt. Alles darunter bedeutet: Du zahlst drauf. Alles darüber ist Gewinn – abzüglich der variablen Kosten, die mitwachsen.
Auf den Monat heruntergerechnet ist das die Zahl, ab der du ruhig schlafen kannst.
Beispielrechnung
Eine Beraterin macht 120.000 € Umsatz, hat 1.200 € Fixkosten im Monat, 5 % variable Kosten, 8.000 € Projektkosten und 3.000 € einmalige Anschaffungen.
- Fixkosten im Jahr
- 1.200 € × 12 = 14.400 €
- Variable Kosten
- 120.000 € × 5 % = 6.000 €
- Gesamtkosten
- 14.400 + 6.000 + 8.000 + 3.000 = 31.400 €
- Überschuss
- 120.000 € − 31.400 € = 88.600 €
- Break-even-Umsatz
- 25.400 € ÷ 0,95 = 26.737 €
Ihre Marge liegt bei 73,8 Prozent. Von den 88.600 € gehen anschließend Einkommensteuer, Kranken- und Pflegeversicherung sowie Altersvorsorge ab – erst danach steht fest, was privat übrig bleibt.
Häufige Fragen
- Gehört mein eigener Lohn in die Kosten?
- Nein. Als Einzelunternehmer zahlst du dir kein Gehalt, sondern entnimmst aus dem Gewinn. Eine kalkulatorische Unternehmerlohn-Position wäre steuerlich irreführend – sie gehört in die Preiskalkulation, nicht in die Ergebnisrechnung.
- Was ist mit der Gewerbesteuer?
- Sie ist seit 2008 keine abziehbare Betriebsausgabe mehr (§ 4 Abs. 5b EStG) und mindert den Gewinn deshalb nicht. Sie wird im Steuerrechner behandelt, wo auch die Anrechnung auf die Einkommensteuer berücksichtigt wird.
- Wie erfasse ich Hardware, die mehrere Jahre hält?
- Steuerlich wird sie über die Nutzungsdauer abgeschrieben. Für diese Rechnung trägst du den auf das Jahr entfallenden Anteil als einmalige Kosten ein, nicht den vollen Kaufpreis.
- Warum ist meine Marge höher als bei anderen Unternehmen?
- Weil Solo-Selbstständige kaum Material- und Personalkosten haben. Eine Marge von 70 bis 85 Prozent ist in wissensbasierten Tätigkeiten normal – sie muss allerdings auch Steuern, Vorsorge und dein gesamtes Einkommen tragen.
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