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Steuern & Netto

Netto-Rechner für Selbstständige

Zwischen Umsatz und dem, was privat bei dir ankommt, liegen vier Stufen. Dieser Rechner macht jede davon sichtbar – und zeigt am Ende die Zahl, die bei Angestellten „Netto“ heißt.

Deine Angaben

Umsatz und Kosten

Netto, ohne Umsatzsteuer.

Software, Büro, Hardware, Steuerberatung, Weiterbildung, Reisekosten.

Versicherungen und Vorsorge

Gesetzliche Rente, Versorgungswerk oder Basisrente.

Berufsunfähigkeit, Haftpflicht, Unfall.

Verfügbar pro Monat

Modellrechnung auf Basis deiner Angaben

4.905 €

pro Jahr58.857 €

Aus 120.000 € Umsatz bleiben nach 18.000 € Betriebsausgaben 102.000 € Gewinn. Davon gehen 25.143 € Steuern sowie 18.000 € für Versicherungen und Vorsorge ab. Privat verfügbar bleiben 58.857 € im Jahr, also 4.905 € im Monat.

Gewinn vor Steuern
102.000 €
Steuern
25.143 €
Versicherungen und Vorsorge
18.000 €
Von 100 € Umsatz bleiben
49 €
  • „Netto“ ist bei Selbstständigen keine feststehende Größe. Dieses Ergebnis ist eine Modellrechnung auf Basis deiner Angaben und ersetzt keine steuerliche Beratung.
  • Kinderfreibeträge, außergewöhnliche Belastungen, Verlustvorträge und weitere Sonderausgaben sind nicht berücksichtigt.
  • Von 100 € Umsatz landen 49 € bei dir

    Der Rest verteilt sich auf Betriebsausgaben (15 %), Steuern (21 %) sowie Versicherungen und Vorsorge (15 %). Diese Quote ist der schnellste Sanity-Check für jedes Angebot: Was davon bleibt wirklich?

  • Zusätzlicher Umsatz bringt anteilig mehr als der Durchschnitt

    Von 100 € Umsatz bleiben dir im Schnitt 49 €. Bei zusätzlichem Umsatz ist es mehr, weil Betriebskosten, Versicherungen und Vorsorge weitgehend gleich bleiben – abzuziehen ist im Wesentlichen nur die Steuer mit einem Grenzsatz von 42 %. Deshalb lohnt sich das nächste Projekt oft mehr, als die Durchschnittsquote vermuten lässt.

  • Es ist keine Rücklage eingeplant

    Das verfügbare Einkommen ist dann vollständig für den Lebensunterhalt gedacht. Für Projektlücken, Krankheit und Investitionen bleibt nichts – und die Steuernachzahlung trifft dich unvorbereitet.

Vom Umsatz zum verfügbaren Einkommen

Jahresumsatz (netto)
120.000 €
Betriebsausgaben
18.000 €
Gewinn vor Steuern
102.000 €
Abziehbare Vorsorgeaufwendungen
16.800 €
Sonderausgaben-Pauschbetrag
36 €
Zu versteuerndes Einkommen
85.164 €
Einkommensteuer
24.633 €
Solidaritätszuschlag
510 €
Kranken- und Pflegeversicherung
9.600 €
Altersvorsorge
7.200 €
Sonstige Versicherungen
1.200 €
Privat verfügbar im Jahr
58.857 €

Die Vorsorgeaufwendungen erscheinen zweimal: einmal als Abzug vom zu versteuernden Einkommen und einmal als tatsächliche Zahlung. Das ist kein Fehler – sie mindern die Steuer und fließen trotzdem ab.

Wohin dein Umsatz geht

Betriebsausgaben
15 %
Steuern
21 %
Versicherungen und Vorsorge
15 %
Privat verfügbar
49 %

Verfügbares Einkommen bei anderem Umsatz

Betriebskosten und Vorsorgebeiträge bleiben weitgehend gleich, der Steuersatz steigt. Deshalb verändert sich der Anteil, der bei dir ankommt, mit dem Umsatz – in beide Richtungen.

  • 90.000 €

    Verfügbar im Jahr
    41.593 €
    Pro Monat
    3.466 €
    Anteil vom Umsatz
    46 %
  • 108.000 €

    Verfügbar im Jahr
    52.407 €
    Pro Monat
    4.367 €
    Anteil vom Umsatz
    49 %
  • 120.000 €

    Verfügbar im Jahr
    58.857 €
    Pro Monat
    4.905 €
    Anteil vom Umsatz
    49 %
  • 138.000 €

    Verfügbar im Jahr
    68.398 €
    Pro Monat
    5.700 €
    Anteil vom Umsatz
    50 %
  • 156.000 €

    Verfügbar im Jahr
    78.061 €
    Pro Monat
    6.505 €
    Anteil vom Umsatz
    50 %

Wie wird das berechnet?

Vier Stufen führen vom Umsatz zum verfügbaren Einkommen: Betriebsausgaben ergeben den Gewinn, abziehbare Vorsorgeaufwendungen das zu versteuernde Einkommen, darauf die Steuer. Zuletzt gehen die tatsächlich gezahlten Versicherungsbeiträge und eine optionale Rücklage ab.

Formeln

Gewinn
Jahresumsatz − Betriebsausgaben
Zu versteuerndes Einkommen
Gewinn − abziehbare Vorsorgeaufwendungen − Sonderausgaben-Pauschbetrag
Steuer
Einkommensteuer nach § 32a EStG + Soli + Kirchensteuer + ggf. Gewerbesteuer nach Anrechnung
Verfügbares Einkommen
Gewinn − Steuer − Kranken- und Pflegeversicherung − Altersvorsorge − sonstige Versicherungen − Rücklage
Beitrag zur freiwilligen gesetzlichen Krankenversicherung
beitragspflichtige Einnahmen × (Beitragssatz + Zusatzbeitrag) + beitragspflichtige Einnahmen × Pflegesatz

Die beitragspflichtigen Einnahmen liegen zwischen der Mindestbemessungsgrundlage nach § 240 Abs. 4 SGB V und der Beitragsbemessungsgrenze.

Deine Annahmen

  • Steuerjahr 2026, Einzelveranlagung
  • Freiberuflich, keine Gewerbesteuer
  • Krankenversicherung wie eingetragen: 9.600 € im Jahr
  • Ohne Kirchensteuer
  • Alle Beträge netto, ohne Umsatzsteuer

Rundung

  • Alle Beträge werden intern in ganzen Cent geführt.
  • Das zu versteuernde Einkommen und der Steuerbetrag werden nach § 32a EStG auf volle Euro abgerundet.

Was dieser Rechner nicht abbildet

  • Die Schätzung der Krankenversicherung gilt nur für hauptberuflich Selbstständige mit freiwilliger gesetzlicher Versicherung. Privat Versicherte, Mitglieder der Künstlersozialkasse und Personen mit Nebentätigkeit tragen ihren Beitrag direkt ein.
  • Vorläufige Beitragsfestsetzungen und spätere Nachberechnungen der Krankenkasse sind nicht abgebildet.
  • Kinderfreibeträge, außergewöhnliche Belastungen, Verlustvorträge und weitere Sonderausgaben bleiben unberücksichtigt.
  • Die Umsatzsteuer ist nicht enthalten. Sie ist ein durchlaufender Posten.

Quellen

Verfügbar pro Monat

4.905 €

Warum „Netto“ bei Selbstständigen etwas anderes bedeutet

Bei Angestellten ist Netto das, was nach Lohnsteuer und Sozialabgaben überwiesen wird. Bei Selbstständigen gibt es diese Zahl nicht: Es gibt einen Gewinn, davon werden Steuern gezahlt, Versicherungen bedient und Rücklagen gebildet – und was dann übrig ist, steht zur Verfügung.

Deshalb ist das Ergebnis hier ausdrücklich eine Modellrechnung. Sie hängt an Entscheidungen, die du selbst triffst: wie viel du für das Alter zurücklegst, wie du dich versicherst, welche Rücklage du bildest.

Vorsorgeaufwendungen wirken doppelt

Beiträge zur Alters-, Kranken- und Pflegeversicherung mindern das zu versteuernde Einkommen und fließen gleichzeitig tatsächlich ab. In der Aufstellung erscheinen sie deshalb zweimal – einmal als Steuerabzug, einmal als Zahlung.

Praktisch bedeutet das: Ein Teil deiner Altersvorsorge wird über die Steuerersparnis mitfinanziert. Bei einem Grenzsteuersatz von 40 Prozent kosten 1.000 € Beitrag effektiv rund 600 €.

Die Quote ist die praktischste Kennzahl

„Von 100 € Umsatz bleiben mir X €“ ist die Zahl, die im Alltag am meisten hilft. Sie beantwortet in einem Schritt, was ein Angebot über 8.000 € tatsächlich für dich bedeutet.

Bei den meisten Solo-Selbstständigen liegt sie zwischen 35 und 50 Prozent. Wer deutlich darunter liegt, hat entweder hohe Betriebskosten oder einen zu niedrigen Preis.

Beispielrechnung

Ein Freiberufler in NRW erzielt 120.000 € Umsatz, hat 18.000 € Betriebsausgaben, zahlt 9.600 € Kranken- und Pflegeversicherung, 7.200 € Altersvorsorge und 1.200 € sonstige Versicherungen.

Gewinn
120.000 € − 18.000 € = 102.000 €
Abziehbare Vorsorge
16.800 €
Zu versteuerndes Einkommen
rund 85.160 €
Steuern inkl. Soli
rund 25.900 €
Versicherungen und Vorsorge
18.000 €
Privat verfügbar
rund 58.100 € im Jahr

Rund 4.840 € im Monat – etwa 48 Prozent des Umsatzes. Der Grenzsteuersatz auf den nächsten Euro Gewinn liegt bei 42 Prozent: Ein zusätzliches Projekt über 10.000 € bringt netto rund 5.800 €.

Häufige Fragen

Ist die Umsatzsteuer enthalten?
Nein. Alle Beträge sind netto. Die Umsatzsteuer vereinnahmst du und führst sie ab – für dein verfügbares Einkommen spielt sie keine Rolle.
Wie hoch ist mein Krankenkassenbeitrag als Selbstständiger?
Bei freiwilliger gesetzlicher Versicherung richtet er sich nach deinem Arbeitseinkommen, mindestens nach der Mindestbemessungsgrundlage und höchstens nach der Beitragsbemessungsgrenze. Der Rechner kann den Beitrag schätzen; verbindlich ist der Bescheid deiner Kasse.
Wie viel sollte ich für das Alter zurücklegen?
Eine verbreitete Orientierung sind 15 bis 20 Prozent des Gewinns – das entspricht ungefähr dem, was Angestellte zusammen mit dem Arbeitgeberanteil in die gesetzliche Rente einzahlen. Beiträge zur Basisvorsorge sind bis 30.826 € abziehbar.
Warum schwankt mein verfügbares Einkommen so stark?
Weil Steuerzahlungen zeitversetzt anfallen und Vorauszahlungen sich am Vorjahr orientieren. Das verfügbare Einkommen dieses Rechners ist eine Jahresbetrachtung – für den Monatsverlauf ist der Liquiditätsrechner das passende Werkzeug.

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