Wachstum & Business
Akquise-Wirtschaftlichkeitsrechner
Akquise kostet Geld und Zeit – und die Zeit taucht in keiner Buchhaltung auf. Dieser Rechner weist beides getrennt aus und zeigt, an welcher Stelle deines Trichters die meisten Kontakte verloren gehen.
Deine Angaben
Kosten pro gewonnenem Kunden
Akquise trägt sich2.715 €
nur Geldkosten875 €
3.500 € Geldkosten und 80 h Akquisezeit (bewertet mit 7.360 €) haben 4 Kunden gebracht. Rein in Geld gerechnet kostet ein Kunde 875 €, mit Zeit bewertet 2.715 € – bei einem durchschnittlichen Projektbeitrag von 9.000 €.
- Geldkosten
- 3.500 €
- Zeitkosten
- 7.360 €
- Akquisezeit pro Kunde
- 20,0 h
- Beitrag nach Akquise
- 25.140 €
80 h bewertet
Die Akquise verbraucht 30 % des Projektbeitrags
In reinem Geld sind es nur 10 %. Der Unterschied ist deine Zeit – der Posten, der in keiner Buchhaltung auftaucht und trotzdem der größere ist.
Der größte Verlust liegt bei „Gewonnene Kunden“
Nur 36 % kommen aus der Vorstufe hierher. Diese Stufe zu verbessern wirkt stärker als mehr Leads zu erzeugen – denn jeder zusätzliche Lead läuft durch dieselbe Engstelle.
Ein Kunde kostet dich 20,0 h Akquisezeit
Diese Stunden fehlen dir für abrechenbare Arbeit. Genau deshalb gehört Akquisezeit in die Kalkulation deines Stundensatzes – nicht als Aufschlag, sondern als Teil der nicht abrechenbaren Zeit.
Geld und Zeit getrennt
- Geldkostenfließt tatsächlich vom Konto
- 3.500 €
- Zeitkosten (80 h × 92 €)kein Geldabfluss, aber entgangene Kapazität
- 7.360 €
- Gesamtaufwand
- 10.860 €
- Projektbeiträge der gewonnenen Kunden
- 36.000 €
- Beitrag nach Akquise
- 25.140 €
Zeitkosten sind kein Geldabfluss. Sie zeigen, was die Akquisestunden gekostet hätten, wenn du sie abgerechnet hättest – das ist der ehrliche Maßstab, solange du ausgelastet bist.
Der Trichter
- Leads
- 40
- Gespräche45 % aus der Vorstufe
- 18
- Angebote61 % aus der Vorstufe
- 11
- Gewonnene Kunden36 % aus der Vorstufe
- 4
Aus 40 Leads wurden 4 Kunden – eine Gesamtquote von 10 %.
Kosten je Stufe
Je weiter hinten im Trichter, desto teurer wird jede Einheit. Die Spalte mit Zeitkosten ist die vollständigere.
Leads
- Anzahl
- 40
- Nur Geld
- 88 €
- Mit Zeit bewertet
- 272 €
- Quote aus Vorstufe
- –
Gespräche
- Anzahl
- 18
- Nur Geld
- 194 €
- Mit Zeit bewertet
- 603 €
- Quote aus Vorstufe
- 45 %
Angebote
- Anzahl
- 11
- Nur Geld
- 318 €
- Mit Zeit bewertet
- 987 €
- Quote aus Vorstufe
- 61 %
Gewonnene Kunden
- Anzahl
- 4
- Nur Geld
- 875 €
- Mit Zeit bewertet
- 2.715 €
- Quote aus Vorstufe
- 36 %
Damit weiterrechnen
Deine Werte werden in den nächsten Rechner übernommen – du kannst sie dort jederzeit ändern.
Wie wird das berechnet?
Alle Kosten werden auf die Stufen des Trichters verteilt. Geldkosten und Zeitkosten bleiben getrennt ausgewiesen, weil sie unterschiedlich wirken: Geld fließt vom Konto, Zeit verbraucht Kapazität.
Formeln
- Zeitkosten
- eingesetzte Stunden × Wert deiner Stunde
- Kosten je Stufe
- Geldkosten ÷ Anzahl der Stufe
- Kosten je Stufe mit Zeit
- (Geldkosten + Zeitkosten) ÷ Anzahl der Stufe
- Conversion einer Stufe
- Anzahl der Stufe ÷ Anzahl der Vorstufe
- Beitrag nach Akquise
- gewonnene Kunden × Projektbeitrag − Gesamtaufwand
Deine Annahmen
- Zeitraum: Letzte 12 Monate
- Akquisezeit bewertet mit 92 € je Stunde
- Durchschnittlicher Projektbeitrag 9.000 €
Rundung
- Beträge in ganzen Cent, Quoten als Dezimalwerte.
Was dieser Rechner nicht abbildet
- Der Rechner betrachtet nur den eingetragenen Zeitraum. Akquise wirkt oft verzögert: Ein Kontakt von heute wird in acht Monaten zum Auftrag.
- Folgeaufträge und Empfehlungen sind nicht erfasst. Ein Kunde, der über Jahre bleibt, rechtfertigt höhere Akquisekosten als ein einmaliges Projekt.
- Die Bewertung der eigenen Zeit ist eine Annahme. Wer ohnehin nicht ausgelastet ist, hat keine Alternativverwendung – dann sind die Zeitkosten rechnerisch niedriger.
Kosten pro gewonnenem Kunden
2.715 €
Zeit ist der größere Posten
Bei den meisten Solo-Selbstständigen sind die Geldkosten der Akquise überschaubar: eine Website, ein paar Tools, vielleicht eine Messe. Der große Posten sind die Stunden – Erstgespräche, Angebote, Nachfassen, Netzwerken.
Diese Stunden fehlen für abrechenbare Arbeit. Deshalb werden sie hier mit deinem Stundenwert bewertet und getrennt ausgewiesen. Es ist kein Geldabfluss, aber es sind reale Kosten.
Die schwächste Stufe zeigt, wo du ansetzen solltest
Wer wenige Aufträge gewinnt, produziert reflexhaft mehr Leads. Häufig ist das der teuerste Weg: Wenn aus 11 Angeboten nur 4 Aufträge werden, läuft jeder zusätzliche Lead durch dieselbe Engstelle.
Die Stufe mit der niedrigsten Quote ist der Hebel. Bessere Angebote, klarere Erstgespräche oder frühere Qualifizierung wirken dort stärker als jedes zusätzliche Marketingbudget.
Was der Rechner nicht sieht
Akquise wirkt verzögert und oft indirekt. Ein Vortrag bringt in drei Monaten eine Anfrage, ein alter Kontakt meldet sich nach zwei Jahren. Ein einzelner Zeitraum zeigt deshalb nie das ganze Bild.
Auch Folgeaufträge fehlen: Ein Kunde, der fünf Jahre bleibt, rechtfertigt ein Vielfaches der Akquisekosten eines einmaligen Projekts. Rechne den Wert eines Kunden im Zweifel über die erwartete Dauer der Beziehung.
Beispielrechnung
Ein Berater investiert in 12 Monaten 3.500 € und 80 Stunden in Akquise. Daraus werden 40 Leads, 18 Gespräche, 11 Angebote und 4 Kunden. Ein Kunde bringt im Schnitt 9.000 € Projektbeitrag.
- Zeitkosten
- 80 h × 92 € = 7.360 €
- Gesamtaufwand
- 3.500 € + 7.360 € = 10.860 €
- Kosten je Kunde, nur Geld
- 3.500 € ÷ 4 = 875 €
- Kosten je Kunde, mit Zeit
- 10.860 € ÷ 4 = 2.715 €
- Beitrag nach Akquise
- 36.000 € − 10.860 € = 25.140 €
Die Akquise trägt sich deutlich. Auffällig ist die Angebotsquote: Aus 11 Angeboten werden 4 Aufträge. Eine Verbesserung auf 6 würde denselben Aufwand um 18.000 € Beitrag ergänzen.
Häufige Fragen
- Mit welchem Stundenwert soll ich meine Zeit bewerten?
- Mit deinem kalkulatorischen Stundensatz, wenn du ausgelastet bist – dann ist er die tatsächliche Alternativverwendung. Wenn du freie Kapazität hast, ist der Wert niedriger, weil du die Stunde sonst nicht verkauft hättest.
- Was zählt als Lead?
- Jeder erste Kontakt, aus dem ein Auftrag werden könnte: eine Anfrage über die Website, ein Gespräch auf einer Veranstaltung, eine Empfehlung. Wichtig ist, dass du es über die Zeit konsistent zählst.
- Wie hoch dürfen Akquisekosten sein?
- Es gibt keinen allgemeingültigen Wert. Der nützliche Vergleich ist der mit Alternativen: Was würde dich derselbe Auftrag über eine Plattform mit Provision kosten? Liegt deine eigene Akquise darüber, ist die Plattform günstiger – auch wenn sich 15 Prozent Provision zunächst nach viel anfühlen.
- Sollte ich Bestandskunden hier mitzählen?
- Nein. Folgeaufträge von Bestandskunden verzerren die Rechnung, weil sie kaum Akquiseaufwand erfordern. Rechne sie getrennt – der Unterschied zwischen beiden Zahlen zeigt, wie viel dir Kundenbindung wert ist.
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