Preise & Projekte
Projektlückenrechner
Ein Projekt liegt auf dem Tisch, aber unter deinem Satz. Gleichzeitig ist ein besseres in Sicht – nur noch nicht spruchreif. Dieser Rechner vergleicht beide Wege über denselben Zeitraum.
Deine Angaben
Unterschied zwischen Warten und Annehmen
Warten rechnet sich+2.400 €
Break-even-Wartezeit15 Tage
Über 60 Tage betrachtet bringt das Projekt zum angebotenen Satz 32.572 €. Wartest du 12 Tage und arbeitest danach zum Wunschsatz, sind es 34.972 €. Das Warten lohnt sich rechnerisch um 2.400 € – vorausgesetzt, das bessere Projekt kommt tatsächlich.
- Jetzt annehmen
- 32.572 €
- Warten und besser abschließen
- 34.972 €
- Break-even-Wartezeit
- 15 Tage
- Gewichtet mit deiner Einschätzung
- 23.452 €
länger warten lohnt nicht mehr
70 % Sicherheit
- Das bessere Projekt existiert in dieser Rechnung nur als Annahme. Die gewichtete Variante macht sichtbar, wie stark das Ergebnis davon abhängt.
Ab 15 Tage Wartezeit kippt die Rechnung
Bis zu dieser Grenze holt der höhere Satz die verlorenen Tage wieder ein. Du rechnest mit 12 Tage – das liegt darunter, das Warten trägt sich.
Nach 12 Tage Wartezeit brauchst du mindestens 750 € am Tag
Nur dann bringt das spätere Projekt denselben Umsatz wie das heutige zu 600 €. Das ist der Satz, den du in der Verhandlung mindestens erreichen musst – nicht dein Wunschsatz.
Ohne die Unsicherheit sieht das Warten besser aus, als es ist
Auf dem Papier gewinnt das Warten. Mit deiner Einschätzung von 70 % gewichtet, dreht sich das Ergebnis. Die Frage ist also weniger „Was ist besser?“ als „Wie sicher ist das bessere Projekt wirklich?“
Ein angenommenes Projekt blockiert mehr als seine Tage
Wer zusagt, ist gebunden. Das bessere Projekt kommt selten dann, wenn man frei ist. Deshalb ist die eigentliche Frage nicht, ob der Satz reicht, sondern was er dich an Optionen kostet.
Szenario A: jetzt annehmen
- Arbeitstage
- 60 Tage
- Tagessatz
- 600 €
- Umsatz
- 36.000 €
- Laufende Kosten im Zeitraum
- 3.428 €
- Ergebnis
- 32.572 €
Szenario B: warten
- Wartezeit ohne Umsatz
- 12 Tage
- Verbleibende Arbeitstage
- 48 Tage
- Tagessatz
- 800 €
- Umsatz
- 38.400 €
- Laufende Kosten im Zeitraum
- 3.428 €
- Ergebnis
- 34.972 €
Die laufenden Kosten sind in beiden Szenarien gleich – sie fallen auch im Leerlauf an.
Die drei Wege nebeneinander
Das dritte Szenario gewichtet den Wartefall mit deiner eigenen Einschätzung. Es ist der ehrlichere Vergleich, weil ein zukünftiges Projekt nie sicher ist.
Jetzt annehmen
- Arbeitstage
- 60 Tage
- Umsatz
- 36.000 €
- Ergebnis nach Kosten
- 32.572 €
Warten und besser abschließen
- Arbeitstage
- 48 Tage
- Umsatz
- 38.400 €
- Ergebnis nach Kosten
- 34.972 €
Warten, gewichtet mit deiner Einschätzung
- Arbeitstage
- 33,6 Tage
- Umsatz
- 26.880 €
- Ergebnis nach Kosten
- 23.452 €
Damit weiterrechnen
Deine Werte werden in den nächsten Rechner übernommen – du kannst sie dort jederzeit ändern.
Wie wird das berechnet?
Beide Wege werden über denselben Zeitraum verglichen. Das ist entscheidend: Ein Projekt, das heute startet, bindet dich über seine gesamte Laufzeit. Die Wartevariante verliert Tage am Anfang, arbeitet danach aber zum höheren Satz.
Formeln
- Szenario A – jetzt annehmen
- Betrachtungszeitraum × angebotener Tagessatz − laufende Kosten
- Szenario B – warten
- (Betrachtungszeitraum − Wartezeit) × gewünschter Tagessatz − laufende Kosten
- Break-even-Wartezeit
- Betrachtungszeitraum × (1 − angebotener Satz ÷ gewünschter Satz)
- Mindestsatz nach der Wartezeit
- (Betrachtungszeitraum × angebotener Satz) ÷ (Betrachtungszeitraum − Wartezeit)
- Gewichtetes Warten
- Umsatz aus Szenario B × Wahrscheinlichkeit − laufende Kosten
Bei 600 € gegen 800 € und 60 Tagen: 60 × (1 − 0,75) = 15 Tage.
Deine Annahmen
- Betrachtungszeitraum 60 Tage
- Wer jetzt annimmt, ist im gesamten Zeitraum gebunden und kann das bessere Projekt nicht mehr nehmen
- Nach der Wartezeit ist die restliche Zeit voll ausgelastet
- Laufende Kosten 1.200 € im Monat, umgerechnet 57,14 € je Arbeitstag
Rundung
- Laufende Kosten werden mit 21 Arbeitstagen je Monat auf einen Tagessatz umgerechnet.
- Beträge in ganzen Cent.
Was dieser Rechner nicht abbildet
- Das bessere Projekt ist eine Annahme, keine Zusage. Die gewichtete Variante ist ein Hilfsmittel, keine Prognose.
- Zahlungsziele und Liquidität fließen nicht ein: Ein Projekt, das erst in 90 Tagen bezahlt wird, hilft im Leerlauf nicht.
- Nicht abgebildet sind Referenzwert, Folgeaufträge und die Frage, ob ein niedriger Satz bei diesem Kunden dauerhaft zum Maßstab wird.
Unterschied zwischen Warten und Annehmen
+2.400 €
Warum der Zeitraum gleich sein muss
Der übliche Fehler beim Abwägen ist, das schlechtere Projekt mit dem besseren zu vergleichen, ohne die Wartezeit einzurechnen. 800 € sind mehr als 600 € – aber nicht, wenn zwischen heute und den 800 € drei Wochen ohne Einnahmen liegen.
Deshalb rechnet dieser Rechner beide Wege über denselben Zeitraum. Wer heute annimmt, arbeitet alle Tage zum niedrigeren Satz. Wer wartet, verliert die Wartetage und arbeitet den Rest zum höheren.
Die Break-even-Wartezeit
Sie ist die nützlichste Zahl dieses Rechners: die Wartezeit, ab der sich das Warten nicht mehr lohnt. Bei 600 € gegen 800 € über 60 Tage liegt sie bei 15 Tagen. Dauert es länger, ist das schlechtere Projekt die bessere Wahl.
Diese Zahl ist auch in der Verhandlung nützlich: Sie sagt dir, wie viel Zeit du hast, bevor ein Kompromiss sinnvoll wird.
Was die Rechnung nicht abbildet
Ein niedriger Satz bei einem Kunden bleibt oft der Referenzpunkt für alle Folgeaufträge. Wer einmal für 600 € gearbeitet hat, verhandelt beim nächsten Mal von dort aus, nicht von 800 €.
Andererseits ist ein leerer Kalender selten ein guter Verhandlungspartner. Wer unter Druck steht, verkauft schlechter. Auch das gehört zur Entscheidung – nur eben nicht in die Tabelle.
Beispielrechnung
Ein Freelancer bekommt 600 € pro Tag angeboten, rechnet aber mit 800 €. Der Betrachtungszeitraum ist 60 Arbeitstage, die erwartete Wartezeit 12 Tage.
- Szenario A
- 60 Tage × 600 € = 36.000 €
- Szenario B
- 48 Tage × 800 € = 38.400 €
- Unterschied
- +2.400 € für das Warten
- Break-even-Wartezeit
- 60 × (1 − 600/800) = 15 Tage
- Mindestsatz nach 12 Tagen
- 36.000 € ÷ 48 = 750 €
Bis 15 Tage Wartezeit lohnt sich das Warten. Bei 12 Tagen bleibt ein Vorsprung von 2.400 € – aber nur, wenn das bessere Projekt auch kommt. Mit 70 Prozent Sicherheit gewichtet, kippt das Ergebnis.
Häufige Fragen
- Wie schätze ich die Wartezeit realistisch ein?
- Nimm die Zeit von der ersten Anfrage bis zum Projektstart aus deinen letzten Projekten. Bei den meisten Freelancern liegt sie deutlich über der gefühlten – zwei bis sechs Wochen sind üblich.
- Was, wenn ich das kleine Projekt nebenbei machen kann?
- Dann ist es kein Entweder-oder und dieser Rechner nicht das richtige Werkzeug. Prüfe stattdessen im Projektvergleich, ob sich beide zusammen zeitlich ausgehen.
- Sollte ich das Angebot nicht einfach nachverhandeln?
- Fast immer die bessere erste Option. Die Break-even-Wartezeit zeigt dir, wie viel Spielraum du hast: Wenn Warten sich bis 15 Tage lohnt, kannst du in der Verhandlung entsprechend selbstbewusst auftreten.
- Wie gehe ich mit laufenden Kosten in der Wartezeit um?
- Sie fallen in beiden Szenarien gleich an und ändern deshalb den Vergleich nicht. Für deine Liquidität sind sie trotzdem entscheidend – dafür ist der Liquiditätsrechner da.
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