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Preise & Projekte

Festpreis- und Mehraufwandsrechner

Beim Festpreis trägst du das Aufwandsrisiko. Dieser Rechner zeigt in drei Modi, welcher Preis dein Ziel trägt, wie viele Stunden ein vorliegendes Angebot verkraftet und was am Ende wirklich herausgekommen ist.

Deine Angaben

Der Satz, den das Projekt mindestens erreichen soll.

Arbeitspakete

Schätze den Aufwand je Paket. Getrennt geschätzt wird meist realistischer als in einer Summe.

Geplanter Aufwand

Arbeitspaket 1
Arbeitspaket 2
Arbeitspaket 3

Lizenzen, Stockmaterial, Subunternehmer, Reisekosten.

Aufschlag für das, was bei Festpreisen erfahrungsgemäß dazukommt.

Der vorliegende Preis

Kalkulatorischer Festpreis

11.155 €

zugrunde gelegter Stundenwert92 €/h

100 h Aufwand zu 92 € ergeben 9.200 € Arbeitswert. Mit 500 € Fremdkosten und 15 % Risikopuffer landest du bei 11.155 €.

Arbeitswert
9.200 €
Direkte Kosten
500 €
Für deine Arbeit
10.655 €

Preis abzüglich direkter Kosten

Effektiver Stundenwert
106,55 €/h
  • 20 Stunden Mehraufwand kosten dich 3,21 € pro Stunde

    Statt 92 € erzielst du dann noch 88,79 €. Bei Festpreisen trägst du das Aufwandsrisiko allein – das ist der Grund für den Puffer.

Aufbau des Preises

Konzept und Abstimmung
16 h
Umsetzung
70 h
Tests und Übergabe
14 h
Geplanter Aufwand
100 h
Arbeitswert zu 92 €
9.200 €
Fremdkosten
500 €
Risikopuffer 15 %
1.455 €
Kalkulatorischer Festpreis
11.155 €

Der Puffer ist kein Aufschlag auf gut Glück, sondern der Preis für das Risiko, das bei einem Festpreis bei dir liegt.

Was Mehraufwand mit deinem Stundenwert macht

Der Preis bleibt gleich, die Stunden nicht. Jede zusätzliche Stunde verteilt denselben Betrag auf mehr Arbeit.

  • wie geplant

    Gesamtstunden
    100 h
    Effektiver Stundenwert
    106,55 €/h
    Verlust gegenüber Ziel
    0 %
  • +5 Stunden

    Gesamtstunden
    105 h
    Effektiver Stundenwert
    101,48 €/h
    Verlust gegenüber Ziel
    0 %
  • +10 Stunden

    Gesamtstunden
    110 h
    Effektiver Stundenwert
    96,86 €/h
    Verlust gegenüber Ziel
    0 %
  • +20 Stunden

    Gesamtstunden
    120 h
    Effektiver Stundenwert
    88,79 €/h
    Verlust gegenüber Ziel
    3 %

Ein Risikopuffer im Preis ist nichts anderes als der vorweggenommene Teil dieser Tabelle.

Wie wird das berechnet?

Ein Festpreis besteht aus drei Teilen: dem Wert deiner Arbeitszeit, den Fremdkosten und einem Puffer für das Aufwandsrisiko. Beim Prüfen wird die Rechnung umgedreht: Wie viele Stunden trägt der Preis?

Formeln

Arbeitswert
geplante Stunden × Zielstundenwert
Risikopuffer
(Arbeitswert + Fremdkosten) × Pufferquote
Kalkulatorischer Festpreis
Arbeitswert + Fremdkosten + Risikopuffer
Für die Arbeit verfügbar
Festpreis − direkte Kosten
Maximal tragbare Stunden
(Festpreis − direkte Kosten) ÷ Zielstundenwert
Effektiver Stundenwert
(Festpreis − direkte Kosten) ÷ tatsächliche Stunden

Deine Annahmen

  • Zielstundenwert 92 €
  • Geplanter Aufwand 100 h
  • Alle Beträge netto, ohne Umsatzsteuer

Rundung

  • Beträge in ganzen Cent, Stunden als Dezimalwerte. Angezeigt wird kaufmännisch gerundet.

Was dieser Rechner nicht abbildet

  • Der Rechner schätzt den Aufwand nicht für dich – die Stundenzahl ist deine Annahme.
  • Zahlungsziele, Teilzahlungen und Abnahmeregelungen wirken auf deine Liquidität, aber nicht auf diese Rechnung.
  • Nachträgliche Änderungswünsche, die separat beauftragt werden, gehören nicht in den Mehraufwand dieses Projekts.

Kalkulatorischer Festpreis

11.155 €

Der Preis steht fest, der Aufwand nicht

Ein Stundensatz verteilt das Risiko: Dauert es länger, verdienst du mehr. Ein Festpreis dreht das um. Jede zusätzliche Stunde senkt deinen effektiven Stundenwert, ohne dass du etwas falsch gemacht hättest.

Genau deshalb gehört ein Puffer in die Kalkulation. Er ist keine Vorsicht, sondern der Preis für die Sicherheit, die dein Kunde mit einem Festpreis bekommt.

Drei Modi, drei Zeitpunkte

Kalkulieren: Du schätzt den Aufwand nach Arbeitspaketen und leitest daraus einen Preis ab. Paketweise zu schätzen ist verlässlicher als eine Gesamtzahl aus dem Bauch.

Prüfen: Ein Preis liegt auf dem Tisch – deiner oder der des Kunden. Der Rechner sagt, wie viele Stunden er zu deinem Zielsatz trägt und wo die Schmerzgrenze liegt.

Nachkalkulieren: Das Projekt ist fertig. Erst jetzt weißt du, was es gekostet hat. Diese Zahl ist die Grundlage für jede künftige Schätzung.

Die Nachkalkulation ist der wertvollste Teil

Die meisten Freelancer kalkulieren Festpreise und erfahren nie, wie gut sie lagen. Wer den tatsächlichen Aufwand notiert, sammelt nach fünf Projekten einen persönlichen Faktor: Manche liegen regelmäßig 20 Prozent daneben, andere 60.

Dieser Faktor ist wertvoller als jede Schätztechnik, weil er das eigene Verhalten abbildet und nicht ein Ideal.

Beispielrechnung

Ein Entwickler prüft ein Angebot über 8.000 € bei 500 € direkten Kosten und einem Zielsatz von 92 €/h.

Für die Arbeit verfügbar
8.000 € − 500 € = 7.500 €
Maximal tragbare Stunden
7.500 € ÷ 92 € = 81,5 h
Geschätzter Aufwand
100 h
Effektiver Stundenwert
7.500 € ÷ 100 h = 75,00 €/h
Bei 20 h Mehraufwand
7.500 € ÷ 120 h = 62,50 €/h

Der Preis trägt die Schätzung nicht: Er reicht für 81,5 Stunden, gebraucht werden 100. Mit dem üblichen Mehraufwand landet der Entwickler bei 62,50 € pro Stunde – ein Drittel unter seinem Ziel.

Häufige Fragen

Wie hoch sollte der Risikopuffer sein?
Das hängt davon ab, wie gut der Umfang beschrieben ist. Bei einem präzisen Lastenheft und bekanntem Kunden reichen 10 Prozent. Bei vagen Anforderungen, neuen Technologien oder vielen Beteiligten sind 25 Prozent eher knapp als großzügig.
Soll ich den Puffer im Angebot ausweisen?
In der Regel nicht als eigene Position – er ist Teil deiner Kalkulation, nicht des Leistungsumfangs. Sinnvoller ist es, im Angebot festzuhalten, welche Leistungen enthalten sind und wie Zusätzliches abgerechnet wird.
Was, wenn der Kunde nachträglich Änderungen will?
Dann ist das kein Mehraufwand, sondern ein neuer Auftrag. Halte im Angebot fest, was zum Umfang gehört, und vereinbare einen Stundensatz für alles darüber hinaus. Das erspart die Diskussion im laufenden Projekt.
Lohnen sich Festpreise überhaupt?
Ja, wenn du den Aufwand gut einschätzen kannst und effizienter arbeitest als kalkuliert – dann steigt dein Stundenwert. Bei unklaren Anforderungen oder unerfahrenen Auftraggebern ist ein Stundensatz mit Budgetdeckel meist fairer für beide Seiten.

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