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Retainer-Rechner
Retainer bringen Planbarkeit – solange die Rechnung aufgeht. Dieser Rechner zeigt, was deine Monatspauschale je Stunde wirklich wert ist, bei schwacher, erwarteter und voller Nutzung.
Deine Angaben
Effektiver Stundenwert bei erwarteter Nutzung
Trägt deinen Zielsatz98,85 €/h
Beitrag im Jahr30.840 €
2.000 € für 20 h ergeben rechnerisch 100 € pro Stunde. Ruft der Kunde tatsächlich 26 h ab, sinkt der Wert auf 98,85 € – damit liegst du noch über deinem Ziel von 92 €.
- Umsatz pro Monat
- 2.570 €
- Beitrag pro Monat
- 2.570 €
- Auf reservierte Kapazität gerechnet
- 85,67 €/h
- Break-even-Nutzung
- unbegrenzt
30 h freigehalten
ab hier fällst du unter dein Ziel
Zwischen Papier und Praxis liegen 1,15 € pro Stunde
Auf dem Papier sind es 100 € pro Stunde. Weil der Kunde mehr abruft als vereinbart, bleiben 98,85 €. Ein Retainer verliert genau dort seinen Wert, wo die Inklusivstunden regelmäßig überschritten und nicht nachberechnet werden.
Du hältst 4,0 h im Monat frei, die nicht abgerufen werden
Diese Zeit ist Teil deiner Leistung: Verfügbarkeit hat einen Wert. Sie senkt aber deinen Stundenwert auf 85,67 €, wenn du sie einrechnest. Halte im Vertrag fest, wie schnell du reagierst – dann ist klar, wofür die Pauschale bezahlt wird.
Zusatzstunden stützen deinen Stundenwert
Mit 95 € je Zusatzstunde liegst du über deinem Zielsatz. Mehrnutzung wird dadurch nicht zum Problem – vorausgesetzt, du berechnest sie auch.
Monatsrechnung bei erwarteter Nutzung
- Monatspauschale
- 2.000 €
- 6,0 h Zusatzstunden
- 570 €
- Umsatz
- 2.570 €
- Beitrag
- 2.570 €
- Abgerufene Stunden
- 26,0 h
- Effektiver Stundenwert
- 98,85 €/h
Die Wirkung der Reservierung
- Reservierte Kapazität
- 30 h
- Tatsächlich abgerufen
- 26,0 h
- Freigehalten, aber ungenutzt
- 4,0 h
- Beitrag je reservierter Stunde
- 85,67 €/h
Reservierte Zeit kannst du nicht doppelt verkaufen. Wenn du sie freihältst, gehört sie in die Rechnung – auch wenn der Kunde sie nicht abruft.
Der Retainer bei unterschiedlicher Nutzung
Ein Retainer ist für dich dann gut, wenn der Kunde wenig abruft – und für den Kunden dann, wenn er viel abruft. Hier siehst du beide Seiten.
Schwache Nutzung
- Stunden
- 8,0 h
- Umsatz
- 2.000 €
- Effektiver Stundenwert
- 250 €/h
Wie vereinbart
- Stunden
- 20,0 h
- Umsatz
- 2.000 €
- Effektiver Stundenwert
- 100 €/h
Erwartete Nutzung
- Stunden
- 26,0 h
- Umsatz
- 2.570 €
- Effektiver Stundenwert
- 98,85 €/h
Reservierte Kapazität voll genutzt
- Stunden
- 30,0 h
- Umsatz
- 2.950 €
- Effektiver Stundenwert
- 98,33 €/h
Damit weiterrechnen
Deine Werte werden in den nächsten Rechner übernommen – du kannst sie dort jederzeit ändern.
Wie wird das berechnet?
Der Rechner betrachtet den Retainer aus zwei Blickwinkeln: einmal bezogen auf die tatsächlich abgerufenen Stunden, einmal bezogen auf die Kapazität, die du dafür freihältst. Die zweite Zahl ist die ehrlichere, wenn du Verfügbarkeit wirklich zusicherst.
Formeln
- Umsatz
- Monatspauschale + (abgerufene Stunden − inkludierte Stunden) × Preis je Zusatzstunde
- Beitrag
- Umsatz − interne Kosten
- Effektiver Stundenwert
- Beitrag ÷ abgerufene Stunden
- Wert je reservierter Stunde
- Beitrag ÷ reservierte Kapazität
- Break-even-Nutzung
- (Pauschale − interne Kosten) ÷ Zielstundenwert, solange sie innerhalb der Inklusivstunden liegt
Oberhalb der Inklusivstunden wird zusätzlich der Preis für Zusatzstunden berücksichtigt. Liegt dieser über dem Zielsatz, gibt es keine obere Grenze mehr.
Deine Annahmen
- 2.000 € Pauschale für 20 h
- 95 € je Zusatzstunde
- Zielstundenwert 92 €
Rundung
- Beträge in ganzen Cent, Stunden als Dezimalwerte.
Was dieser Rechner nicht abbildet
- Der Rechner bewertet nicht, was Planbarkeit für dich wert ist. Ein Retainer mit etwas niedrigerem Stundenwert kann trotzdem die bessere Wahl sein, weil er Akquise erspart.
- Zahlungsausfallrisiko und Kündigungsfristen fließen nicht ein.
- Nicht genutzte Inklusivstunden werden nicht ins Folgemonat übertragen. Wenn dein Vertrag das vorsieht, rechne mit dem Durchschnitt über mehrere Monate.
Effektiver Stundenwert bei erwarteter Nutzung
98,85 €/h
Der Stundenwert eines Retainers ist keine feste Zahl
2.000 € für 20 Stunden sind 100 € pro Stunde – aber nur, wenn der Kunde genau 20 Stunden abruft. Ruft er 26 ab und werden die sechs zusätzlichen Stunden nicht berechnet, sind es noch 77 €. Ruft er nur 12 ab, sind es 167 €.
Retainer kippen deshalb selten mit einem Knall. Sie werden über Monate schleichend schlechter, weil die Inklusivstunden regelmäßig überzogen und aus Kulanz nicht nachberechnet werden.
Reservierte Kapazität ist Teil der Leistung
Wenn du einem Kunden zusagst, innerhalb von 24 Stunden zu reagieren, hältst du Zeit frei. Diese Zeit kannst du nicht gleichzeitig an jemand anderen verkaufen – auch wenn sie ungenutzt bleibt.
Deshalb zeigt der Rechner den Wert zusätzlich bezogen auf die reservierte Kapazität. Das ist die Zahl, die zählt, wenn du Verfügbarkeit tatsächlich zusicherst.
Zusatzstunden gehören über den Normalsatz
Zusatzstunden sind ungeplant. Sie verdrängen Arbeit, die du bereits eingetaktet hattest, und entstehen meist kurzfristig. Ein Preis unterhalb deines normalen Satzes belohnt genau das Verhalten, das dir die Planung kaputt macht.
Beispielrechnung
Ein Retainer über 2.000 € im Monat umfasst 20 Stunden. Der Kunde ruft im Schnitt 26 Stunden ab, Zusatzstunden kosten 95 €.
- Umsatz
- 2.000 € + 6 h × 95 € = 2.570 €
- Effektiver Stundenwert
- 2.570 € ÷ 26 h = 98,85 €/h
- Ohne Nachberechnung
- 2.000 € ÷ 26 h = 76,92 €/h
- Auf 30 h reservierte Kapazität
- 2.570 € ÷ 30 h = 85,67 €/h
Mit konsequenter Nachberechnung liegt der Retainer über dem Zielsatz von 92 €. Ohne sie fällt er darunter. Der Unterschied zwischen beiden Varianten beträgt über ein Jahr 6.840 €.
Häufige Fragen
- Wie viele Inklusivstunden sind sinnvoll?
- So viele, wie der Kunde erfahrungsgemäß abruft – nicht mehr. Ein Retainer, dessen Stunden regelmäßig ungenutzt verfallen, wird irgendwann hinterfragt. Einer, der regelmäßig überzogen wird, kostet dich Geld.
- Soll ich ungenutzte Stunden ins nächste Monat übertragen?
- Das nimmt dem Retainer seinen Zweck: Du verkaufst Verfügbarkeit, nicht ein Stundenkontingent. Wenn du es trotzdem anbietest, begrenze den Übertrag auf einen Monat – sonst entsteht ein Guthaben, das irgendwann auf einen Schlag abgerufen wird.
- Wie hoch sollte der Preis für Zusatzstunden sein?
- Üblich sind 100 bis 130 Prozent deines normalen Stundensatzes. Der Aufschlag bildet ab, dass Zusatzstunden ungeplant anfallen und andere Arbeit verdrängen.
- Was, wenn der Kunde in manchen Monaten gar nichts abruft?
- Das ist der Normalfall und kein Problem – dafür ist die Pauschale da. Wichtig ist, dass im Vertrag steht, wofür sie bezahlt wird: für Verfügbarkeit und Reaktionszeit, nicht für ein Stundenkontingent.
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