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freelancerrechner.de

Ingenieurwesen

Stundensatz für freiberufliche Ingenieure berechnen

Konstruktion, Projektleitung, Berechnung, Bauüberwachung: Ingenieurleistungen werden oft nach Aufwand vergeben, kalkuliert wird aber selten über die eigene Kapazität.

Marktdurchschnitt 2026

95,96/h

Fachgebiet Ingenieurwesen, Gesamtdurchschnitt 101,70 €. Externe Daten, siehe Quelle unten.

Deine Angaben

Dein Ziel

Die zweite Variante rechnet über Kosten, Vorsorge und Steuern zurück.

Netto, also ohne Umsatzsteuer.

Deine Kapazität

Ohne Wochenenden und Feiertage. Rund 250 sind üblich.

Wie viel deiner Arbeitszeit landet auf einer Rechnung?

Dein kalkulatorischer Stundensatz

Realistisch

89,43 €/h

Tagessatz bei 8,0 h715,44 €

Bei 205 Arbeitstagen und 75 % abrechenbarem Anteil bleiben dir 1.230 h im Jahr. Um damit 110.000 € Umsatz zu erreichen, brauchst du rund 89,43 € pro abgerechneter Stunde.

Abrechenbare Stunden pro Jahr
1.230 h

103 h pro Monat

Umsatzziel pro Monat
9.167 €

netto, ohne Umsatzsteuer

Umsatzziel pro Jahr
110.000 €
Abrechenbare Projekttage
154 Tage

von 205 Tage verfügbaren

  • 410 h im Jahr rechnest du nicht ab

    Akquise, Angebote, Buchhaltung, Tooling, Weiterbildung: Diese Zeit ist real, steht aber auf keiner Rechnung. Sie ist bereits in deinem Stundensatz eingepreist – das ist der Grund, warum er über deinem gefühlten Wunschverdienst liegt.

Von der Zeit zu den abrechenbaren Stunden

Verfügbare Arbeitstage
205 Tage
Stunden pro Arbeitstag
8,0 h
Arbeitsstunden im Jahr
1.640 h
Abrechenbarer Anteil
75 %
Abrechenbare Stunden
1.230 h

Vom Umsatzziel zum Stundensatz

Benötigter Jahresumsatz
110.000 €
Abrechenbare Stunden
1.230 h
Kalkulatorischer Stundensatz
89,43 €/h

Der Satz ist eine Untergrenze für die Kalkulation, kein Preisschild. Was du am Markt durchsetzt, ist eine zweite Frage.

Welche Auslastung brauchst du bei einem anderen Satz?

Dasselbe Umsatzziel, andere Preise. Die nötige Auslastung bezieht sich auf deine verfügbaren Arbeitsstunden.

  • 70 € pro Stunde

    Nötige Stunden
    1.571 h
    Nötige Auslastung
    96 %
    Projekttage
    196 Tage
  • 80 € pro Stunde

    Nötige Stunden
    1.375 h
    Nötige Auslastung
    84 %
    Projekttage
    172 Tage
  • 90 € pro Stunde

    Nötige Stunden
    1.222 h
    Nötige Auslastung
    75 %
    Projekttage
    153 Tage
  • 100 € pro Stunde

    Nötige Stunden
    1.100 h
    Nötige Auslastung
    67 %
    Projekttage
    138 Tage
  • 110 € pro Stunde

    Nötige Stunden
    1.000 h
    Nötige Auslastung
    61 %
    Projekttage
    125 Tage

Ein um 10 € niedrigerer Satz klingt harmlos. Schau in der Spalte „Nötige Auslastung“, was er verlangt.

Wie wird das berechnet?

Der Rechner dreht die übliche Frage um: Statt zu fragen, was ein Kunde zahlen will, rechnet er vom Ziel zurück. Aus deiner Kapazität ergeben sich die Stunden, die du überhaupt abrechnen kannst. Das Umsatzziel geteilt durch diese Stunden ist der Satz, den du brauchst.

Formeln

Abrechenbare Stunden
Arbeitstage × Stunden pro Tag × abrechenbarer Anteil

Im detaillierten Modus: (Arbeitstage − Urlaub − Krankheit − Weiterbildung) × Stunden pro Tag × (1 − Akquise − Verwaltung).

Stundensatz
benötigter Jahresumsatz ÷ abrechenbare Stunden
Tagessatz
Stundensatz × Stunden pro Arbeitstag
Nötige Auslastung bei alternativem Satz
(Jahresumsatz ÷ alternativer Satz) ÷ verfügbare Arbeitsstunden
Umsatzziel aus dem Wunsch-Netto
Gesucht ist der Umsatz U, für den gilt: U − Betriebskosten − Steuer(U) − Versicherungen − Vorsorge − Rücklage = Wunsch-Netto

Weil der Einkommensteuertarif progressiv ist, lässt sich U nicht direkt auflösen. Der Rechner nähert sich per Intervallschachtelung auf volle Euro an.

Deine Annahmen

  • 205 Tage verfügbare Arbeitstage zu 8,0 h
  • 75 % der Arbeitszeit sind abrechenbar
  • Alle Beträge verstehen sich netto, also ohne Umsatzsteuer

Rundung

  • Alle Geldbeträge werden intern in ganzen Cent geführt, es gibt keine Rundungsdrift über viele Positionen.
  • Der angezeigte Stundensatz ist auf volle Euro bzw. Cent gerundet; gerechnet wird mit dem ungerundeten Wert.
  • Das zu versteuernde Einkommen wird nach § 32a Abs. 1 EStG auf volle Euro abgerundet, der Steuerbetrag ebenfalls.

Was dieser Rechner nicht abbildet

  • Der Rechner bildet keine Umsatzsteuer ab – sie ist für deine Kalkulation ein durchlaufender Posten.
  • Beiträge zur Kranken-, Pflege- und Rentenversicherung gibst du selbst ein. Sie hängen von deinem Versicherungsstatus ab und werden hier nicht geschätzt.
  • Kinderfreibeträge, Verlustvorträge, außergewöhnliche Belastungen und weitere Sonderausgaben bleiben unberücksichtigt.

Quellen

Dein kalkulatorischer Stundensatz

89,43 €/h

Was der Durchschnitt aussagt und was nicht

95,96 € ist der Wert, den die Freelancer-Studie 2026 für das Fachgebiet Ingenieurwesen ausweist. Er beschreibt, was andere abrechnen, über alle Erfahrungsstufen, Regionen und Auftragsarten hinweg.

Was er nicht beschreibt, ist deine Kalkulation. In den Durchschnitt gehen Menschen mit ganz anderen Kosten, anderer Auslastung und anderer Absicherung ein. Zwei Freelancer mit demselben Stundensatz können am Jahresende 20.000 € auseinanderliegen, allein weil einer 80 und der andere 55 Prozent seiner Zeit abrechnet.

Sinnvoll ist der Durchschnitt als Gegenprobe: Liegt dein kalkulatorischer Satz weit darüber, brauchst du eine Positionierung, die den Abstand trägt. Liegt er weit darunter, arbeitest du entweder sehr schlank oder du hast etwas vergessen.

Die Annahmen dieser Seite

Der Rechner oben startet nicht mit allgemeinen Standardwerten, sondern mit Annahmen, die zu diesem Beruf passen. Sie sind eine begründete Einschätzung, keine Messung, und jeder Wert lässt sich überschreiben.

  • 75 Prozent abrechenbar: Abstimmung, Dokumentation und Nachträge sind selten vollständig vergütet.
  • 900 € Betriebskosten: CAD- und Berechnungssoftware, Versicherungen einschließlich Berufshaftpflicht, Fahrzeug.

Die Berufshaftpflicht ist in vielen Ingenieurleistungen keine Option, sondern Voraussetzung für den Auftrag. Sie gehört in die Betriebskosten, bevor der Stundensatz steht.

Häufige Fragen

Wie hoch ist der durchschnittliche Stundensatz im Ingenieurwesen?
Die Freelancer-Studie 2026 von freelance.de weist 95,96 € aus, also etwas unter dem Gesamtdurchschnitt von 101,70 €. Regionale Unterschiede und die Frage, ob Reisezeiten vergütet werden, wirken hier stärker als in anderen Fachgebieten.
Zählen Reisezeiten als abrechenbare Zeit?
Nur wenn es im Vertrag steht. Ist die Reisezeit nicht vergütet, gehört sie in die Auslastung: Sie senkt den abrechenbaren Anteil und erhöht damit den nötigen Stundensatz.
Was ist mit der HOAI?
Die Honorartafeln der HOAI sind seit 2021 unverbindlich. Sie taugen weiter als Orientierung für den Umfang einer Leistung, aber nicht mehr als Preisvorgabe. Kalkuliert wird über die eigene Kapazität.
Freiberuflich oder gewerblich?
Ingenieurtätigkeit ist ein Katalogberuf nach § 18 EStG und damit grundsätzlich freiberuflich. Kommen Handel, Montage oder Vermittlung dazu, kann daraus eine gewerbliche Tätigkeit werden, mit Gewerbesteuer als Folge.

Quelle der Marktzahlen

freelance.de: Freelancer-Studie 2026, Auswertung der Stundensätze. Befragung von rund 3.300 Freelancern, Gesamtdurchschnitt 101,70 € pro Stunde. Abgerufen am 18.09.2026. Diese Seite erhebt keine eigenen Marktdaten; sie gibt die veröffentlichten Werte wieder und rechnet nichts daraus ab.

Tim Rutte, Betreiber und Autor. Über diese Seite

Zuletzt geprüft am 18.09.2026.