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Design

Stundensatz für Grafikdesigner berechnen

Gestaltung wird selten nach Stunden verkauft und fast immer nach Stunden bezahlt. Der Stundensatz ist deshalb kein Preisschild, sondern die Untergrenze, gegen die du jedes Pauschalangebot prüfst.

Marktdurchschnitt 2026

76,89/h

Fachgebiet Kunst und Kultur, Gesamtdurchschnitt 101,70 €. Externe Daten, siehe Quelle unten.

Deine Angaben

Dein Ziel

Die zweite Variante rechnet über Kosten, Vorsorge und Steuern zurück.

Netto, also ohne Umsatzsteuer.

Deine Kapazität

Ohne Wochenenden und Feiertage. Rund 250 sind üblich.

Wie viel deiner Arbeitszeit landet auf einer Rechnung?

Dein kalkulatorischer Stundensatz

Realistisch

78,13 €/h

Tagessatz bei 8,0 h625,04 €

Bei 200 Arbeitstagen und 60 % abrechenbarem Anteil bleiben dir 960 h im Jahr. Um damit 75.000 € Umsatz zu erreichen, brauchst du rund 78,13 € pro abgerechneter Stunde.

Abrechenbare Stunden pro Jahr
960 h

80 h pro Monat

Umsatzziel pro Monat
6.250 €

netto, ohne Umsatzsteuer

Umsatzziel pro Jahr
75.000 €
Abrechenbare Projekttage
120 Tage

von 200 Tage verfügbaren

  • 640 h im Jahr rechnest du nicht ab

    Akquise, Angebote, Buchhaltung, Tooling, Weiterbildung: Diese Zeit ist real, steht aber auf keiner Rechnung. Sie ist bereits in deinem Stundensatz eingepreist – das ist der Grund, warum er über deinem gefühlten Wunschverdienst liegt.

Von der Zeit zu den abrechenbaren Stunden

Verfügbare Arbeitstage
200 Tage
Stunden pro Arbeitstag
8,0 h
Arbeitsstunden im Jahr
1.600 h
Abrechenbarer Anteil
60 %
Abrechenbare Stunden
960 h

Vom Umsatzziel zum Stundensatz

Benötigter Jahresumsatz
75.000 €
Abrechenbare Stunden
960 h
Kalkulatorischer Stundensatz
78,13 €/h

Der Satz ist eine Untergrenze für die Kalkulation, kein Preisschild. Was du am Markt durchsetzt, ist eine zweite Frage.

Welche Auslastung brauchst du bei einem anderen Satz?

Dasselbe Umsatzziel, andere Preise. Die nötige Auslastung bezieht sich auf deine verfügbaren Arbeitsstunden.

  • 60 € pro Stunde

    Nötige Stunden
    1.250 h
    Nötige Auslastung
    78 %
    Projekttage
    156 Tage
  • 70 € pro Stunde

    Nötige Stunden
    1.071 h
    Nötige Auslastung
    67 %
    Projekttage
    134 Tage
  • 80 € pro Stunde

    Nötige Stunden
    938 h
    Nötige Auslastung
    59 %
    Projekttage
    117 Tage
  • 90 € pro Stunde

    Nötige Stunden
    833 h
    Nötige Auslastung
    52 %
    Projekttage
    104 Tage
  • 100 € pro Stunde

    Nötige Stunden
    750 h
    Nötige Auslastung
    47 %
    Projekttage
    94 Tage

Ein um 10 € niedrigerer Satz klingt harmlos. Schau in der Spalte „Nötige Auslastung“, was er verlangt.

Wie wird das berechnet?

Der Rechner dreht die übliche Frage um: Statt zu fragen, was ein Kunde zahlen will, rechnet er vom Ziel zurück. Aus deiner Kapazität ergeben sich die Stunden, die du überhaupt abrechnen kannst. Das Umsatzziel geteilt durch diese Stunden ist der Satz, den du brauchst.

Formeln

Abrechenbare Stunden
Arbeitstage × Stunden pro Tag × abrechenbarer Anteil

Im detaillierten Modus: (Arbeitstage − Urlaub − Krankheit − Weiterbildung) × Stunden pro Tag × (1 − Akquise − Verwaltung).

Stundensatz
benötigter Jahresumsatz ÷ abrechenbare Stunden
Tagessatz
Stundensatz × Stunden pro Arbeitstag
Nötige Auslastung bei alternativem Satz
(Jahresumsatz ÷ alternativer Satz) ÷ verfügbare Arbeitsstunden
Umsatzziel aus dem Wunsch-Netto
Gesucht ist der Umsatz U, für den gilt: U − Betriebskosten − Steuer(U) − Versicherungen − Vorsorge − Rücklage = Wunsch-Netto

Weil der Einkommensteuertarif progressiv ist, lässt sich U nicht direkt auflösen. Der Rechner nähert sich per Intervallschachtelung auf volle Euro an.

Deine Annahmen

  • 200 Tage verfügbare Arbeitstage zu 8,0 h
  • 60 % der Arbeitszeit sind abrechenbar
  • Alle Beträge verstehen sich netto, also ohne Umsatzsteuer

Rundung

  • Alle Geldbeträge werden intern in ganzen Cent geführt, es gibt keine Rundungsdrift über viele Positionen.
  • Der angezeigte Stundensatz ist auf volle Euro bzw. Cent gerundet; gerechnet wird mit dem ungerundeten Wert.
  • Das zu versteuernde Einkommen wird nach § 32a Abs. 1 EStG auf volle Euro abgerundet, der Steuerbetrag ebenfalls.

Was dieser Rechner nicht abbildet

  • Der Rechner bildet keine Umsatzsteuer ab – sie ist für deine Kalkulation ein durchlaufender Posten.
  • Beiträge zur Kranken-, Pflege- und Rentenversicherung gibst du selbst ein. Sie hängen von deinem Versicherungsstatus ab und werden hier nicht geschätzt.
  • Kinderfreibeträge, Verlustvorträge, außergewöhnliche Belastungen und weitere Sonderausgaben bleiben unberücksichtigt.

Quellen

Dein kalkulatorischer Stundensatz

78,13 €/h

Was der Durchschnitt aussagt und was nicht

76,89 € ist der Wert, den die Freelancer-Studie 2026 für das Fachgebiet Kunst und Kultur ausweist. Er beschreibt, was andere abrechnen, über alle Erfahrungsstufen, Regionen und Auftragsarten hinweg.

Was er nicht beschreibt, ist deine Kalkulation. In den Durchschnitt gehen Menschen mit ganz anderen Kosten, anderer Auslastung und anderer Absicherung ein. Zwei Freelancer mit demselben Stundensatz können am Jahresende 20.000 € auseinanderliegen, allein weil einer 80 und der andere 55 Prozent seiner Zeit abrechnet.

Sinnvoll ist der Durchschnitt als Gegenprobe: Liegt dein kalkulatorischer Satz weit darüber, brauchst du eine Positionierung, die den Abstand trägt. Liegt er weit darunter, arbeitest du entweder sehr schlank oder du hast etwas vergessen.

Die Annahmen dieser Seite

Der Rechner oben startet nicht mit allgemeinen Standardwerten, sondern mit Annahmen, die zu diesem Beruf passen. Sie sind eine begründete Einschätzung, keine Messung, und jeder Wert lässt sich überschreiben.

  • 60 Prozent abrechenbar: Konzeption, Präsentation, Korrekturschleifen und Akquise sind selten vollständig vergütet.
  • 550 € Betriebskosten: Software-Abonnements, Hardware, Schriftlizenzen, Portfolio, Versicherungen.

Nutzungsrechte sind eine eigene Preiskomponente. Wer sie im Stundensatz verschwinden lässt, verkauft dauerhafte Rechte zum Preis einmaliger Arbeitszeit.

Häufige Fragen

Wie hoch ist der durchschnittliche Stundensatz im Design?
Die Freelancer-Studie 2026 von freelance.de weist für Kunst und Kultur 76,89 € aus, den niedrigsten Wert aller ausgewiesenen Fachgebiete. Das ist ein Durchschnitt über sehr unterschiedliche Tätigkeiten und sagt nichts über den Wert einer bestimmten Arbeit.
Wie rechne ich Nutzungsrechte ein?
Als eigenen Posten neben dem Aufwand, gestaffelt nach Umfang, Dauer und Gebiet der Nutzung. Ein Entwurf für ein regionales Plakat ist nicht dasselbe wie ein Logo, das ein Unternehmen zehn Jahre trägt.
Wie viele Korrekturschleifen sind eingepreist?
So viele, wie im Angebot stehen. Ohne Begrenzung ist die Schleife unbegrenzt, und der tatsächliche Stundensatz sinkt mit jeder weiteren. Der Festpreisrechner zeigt, wie schnell das geht.
Kann ich in die Künstlersozialkasse?
Wenn die gestalterische Leistung überwiegt, ist das häufig möglich. Die Künstlersozialkasse übernimmt dann die Hälfte der Beiträge zu Renten-, Kranken- und Pflegeversicherung. Was das ausmacht, zeigt der KSK-Rechner.

Quelle der Marktzahlen

freelance.de: Freelancer-Studie 2026, Auswertung der Stundensätze. Befragung von rund 3.300 Freelancern, Gesamtdurchschnitt 101,70 € pro Stunde. Abgerufen am 18.09.2026. Diese Seite erhebt keine eigenen Marktdaten; sie gibt die veröffentlichten Werte wieder und rechnet nichts daraus ab.

Tim Rutte, Betreiber und Autor. Über diese Seite

Zuletzt geprüft am 18.09.2026.