IT
Stundensatz für IT-Freelancer berechnen
Entwicklung, Administration, Architektur, IT-Beratung: Der Markt zahlt hier überdurchschnittlich, und trotzdem ist der Durchschnitt der falsche Maßstab für deine Kalkulation.
Marktdurchschnitt 2026
101,98 €/h
Fachgebiet IT, Gesamtdurchschnitt 101,70 €. Externe Daten, siehe Quelle unten.
Deine Angaben
Dein kalkulatorischer Stundensatz
Realistisch93,75 €/h
Tagessatz bei 8,0 h750 €
Bei 200 Arbeitstagen und 80 % abrechenbarem Anteil bleiben dir 1.280 h im Jahr. Um damit 120.000 € Umsatz zu erreichen, brauchst du rund 93,75 € pro abgerechneter Stunde.
- Abrechenbare Stunden pro Jahr
- 1.280 h
- Umsatzziel pro Monat
- 10.000 €
- Umsatzziel pro Jahr
- 120.000 €
- Abrechenbare Projekttage
- 160 Tage
107 h pro Monat
netto, ohne Umsatzsteuer
von 200 Tage verfügbaren
320 h im Jahr rechnest du nicht ab
Akquise, Angebote, Buchhaltung, Tooling, Weiterbildung: Diese Zeit ist real, steht aber auf keiner Rechnung. Sie ist bereits in deinem Stundensatz eingepreist – das ist der Grund, warum er über deinem gefühlten Wunschverdienst liegt.
Von der Zeit zu den abrechenbaren Stunden
- Verfügbare Arbeitstage
- 200 Tage
- Stunden pro Arbeitstag
- 8,0 h
- Arbeitsstunden im Jahr
- 1.600 h
- Abrechenbarer Anteil
- 80 %
- Abrechenbare Stunden
- 1.280 h
Vom Umsatzziel zum Stundensatz
- Benötigter Jahresumsatz
- 120.000 €
- Abrechenbare Stunden
- 1.280 h
- Kalkulatorischer Stundensatz
- 93,75 €/h
Der Satz ist eine Untergrenze für die Kalkulation, kein Preisschild. Was du am Markt durchsetzt, ist eine zweite Frage.
Welche Auslastung brauchst du bei einem anderen Satz?
Dasselbe Umsatzziel, andere Preise. Die nötige Auslastung bezieht sich auf deine verfügbaren Arbeitsstunden.
75 € pro Stunde
- Nötige Stunden
- 1.600 h
- Nötige Auslastung
- 100 %
- Projekttage
- 200 Tage
85 € pro Stunde
- Nötige Stunden
- 1.412 h
- Nötige Auslastung
- 88 %
- Projekttage
- 176 Tage
95 € pro Stunde
- Nötige Stunden
- 1.263 h
- Nötige Auslastung
- 79 %
- Projekttage
- 158 Tage
105 € pro Stunde
- Nötige Stunden
- 1.143 h
- Nötige Auslastung
- 71 %
- Projekttage
- 143 Tage
115 € pro Stunde
- Nötige Stunden
- 1.043 h
- Nötige Auslastung
- 65 %
- Projekttage
- 130 Tage
Ein um 10 € niedrigerer Satz klingt harmlos. Schau in der Spalte „Nötige Auslastung“, was er verlangt.
Damit weiterrechnen
Deine Werte werden in den nächsten Rechner übernommen – du kannst sie dort jederzeit ändern.
- Rechner öffnen
Tagessatz aus 93,75 € ableiten
Mit anderer Stundenzahl pro Tag durchrechnen.
- Rechner öffnen
Jahresumsatz mit diesem Satz
Was bei unterschiedlicher Auslastung tatsächlich zusammenkommt.
- Rechner öffnen
Festpreis auf Basis von 93,75 €
Angebot kalkulieren oder ein vorliegendes prüfen.
- Rechner öffnen
Ein Projekt mit diesem Satz prüfen
Zwei Angebote nach Ertrag pro eingesetzter Stunde vergleichen.
Wie wird das berechnet?
Der Rechner dreht die übliche Frage um: Statt zu fragen, was ein Kunde zahlen will, rechnet er vom Ziel zurück. Aus deiner Kapazität ergeben sich die Stunden, die du überhaupt abrechnen kannst. Das Umsatzziel geteilt durch diese Stunden ist der Satz, den du brauchst.
Formeln
- Abrechenbare Stunden
- Arbeitstage × Stunden pro Tag × abrechenbarer Anteil
- Stundensatz
- benötigter Jahresumsatz ÷ abrechenbare Stunden
- Tagessatz
- Stundensatz × Stunden pro Arbeitstag
- Nötige Auslastung bei alternativem Satz
- (Jahresumsatz ÷ alternativer Satz) ÷ verfügbare Arbeitsstunden
- Umsatzziel aus dem Wunsch-Netto
- Gesucht ist der Umsatz U, für den gilt: U − Betriebskosten − Steuer(U) − Versicherungen − Vorsorge − Rücklage = Wunsch-Netto
Im detaillierten Modus: (Arbeitstage − Urlaub − Krankheit − Weiterbildung) × Stunden pro Tag × (1 − Akquise − Verwaltung).
Weil der Einkommensteuertarif progressiv ist, lässt sich U nicht direkt auflösen. Der Rechner nähert sich per Intervallschachtelung auf volle Euro an.
Deine Annahmen
- 200 Tage verfügbare Arbeitstage zu 8,0 h
- 80 % der Arbeitszeit sind abrechenbar
- Alle Beträge verstehen sich netto, also ohne Umsatzsteuer
Rundung
- Alle Geldbeträge werden intern in ganzen Cent geführt, es gibt keine Rundungsdrift über viele Positionen.
- Der angezeigte Stundensatz ist auf volle Euro bzw. Cent gerundet; gerechnet wird mit dem ungerundeten Wert.
- Das zu versteuernde Einkommen wird nach § 32a Abs. 1 EStG auf volle Euro abgerundet, der Steuerbetrag ebenfalls.
Was dieser Rechner nicht abbildet
- Der Rechner bildet keine Umsatzsteuer ab – sie ist für deine Kalkulation ein durchlaufender Posten.
- Beiträge zur Kranken-, Pflege- und Rentenversicherung gibst du selbst ein. Sie hängen von deinem Versicherungsstatus ab und werden hier nicht geschätzt.
- Kinderfreibeträge, Verlustvorträge, außergewöhnliche Belastungen und weitere Sonderausgaben bleiben unberücksichtigt.
Quellen
- § 32a EStG – Einkommensteuertarif (Fassung ab VZ 2026)Geprüft am 17.9.2026 · Tarifformeln, Zonengrenzen und Rundungsregel im Wortlaut.
- § 3 SolzG 1995 – Bemessungsgrundlage und FreigrenzeGeprüft am 17.9.2026 · Freigrenze 20.350 € bzw. 40.700 € bei Zusammenveranlagung.
- § 4 SolzG 1995 – Zuschlagsatz und MilderungszoneGeprüft am 17.9.2026 · 5,5 % der Bemessungsgrundlage, höchstens 11,9 % des Unterschiedsbetrags zur Freigrenze.
- § 11 GewStG – Steuermesszahl und SteuermessbetragGeprüft am 17.9.2026 · Freibetrag 24.500 € für natürliche Personen, Messzahl 3,5 %, Abrundung auf volle 100 €.
- § 35 EStG – Steuerermäßigung bei Einkünften aus GewerbebetriebGeprüft am 17.9.2026 · Ermäßigung um das Vierfache des Messbetrags, begrenzt auf die tatsächlich zu zahlende Gewerbesteuer.
- § 10 EStG – Sonderausgaben (Vorsorgeaufwendungen)Geprüft am 17.9.2026 · Altersvorsorge bis zum Höchstbeitrag der knappschaftlichen Rentenversicherung; sonstige Vorsorgeaufwendungen 2.800 € bzw. 1.900 €.
- § 10c EStG – Sonderausgaben-PauschbetragGeprüft am 17.9.2026 · 36 € je Person.
Dein kalkulatorischer Stundensatz
93,75 €/h
Was der Durchschnitt aussagt und was nicht
101,98 € ist der Wert, den die Freelancer-Studie 2026 für das Fachgebiet IT ausweist. Er beschreibt, was andere abrechnen, über alle Erfahrungsstufen, Regionen und Auftragsarten hinweg.
Was er nicht beschreibt, ist deine Kalkulation. In den Durchschnitt gehen Menschen mit ganz anderen Kosten, anderer Auslastung und anderer Absicherung ein. Zwei Freelancer mit demselben Stundensatz können am Jahresende 20.000 € auseinanderliegen, allein weil einer 80 und der andere 55 Prozent seiner Zeit abrechnet.
Sinnvoll ist der Durchschnitt als Gegenprobe: Liegt dein kalkulatorischer Satz weit darüber, brauchst du eine Positionierung, die den Abstand trägt. Liegt er weit darunter, arbeitest du entweder sehr schlank oder du hast etwas vergessen.
Die Annahmen dieser Seite
Der Rechner oben startet nicht mit allgemeinen Standardwerten, sondern mit Annahmen, die zu diesem Beruf passen. Sie sind eine begründete Einschätzung, keine Messung, und jeder Wert lässt sich überschreiben.
- 200 Arbeitstage: 250 Werktage abzüglich Urlaub, Feiertagen und Krankheitstagen.
- 80 Prozent abrechenbar: In längeren Projekten realistisch, in kurzen Einsätzen zu hoch gegriffen.
- 700 € Betriebskosten im Monat: Hardware, Lizenzen, Cloud, Versicherungen, Steuerberatung, Weiterbildung.
IT-Projekte laufen oft über Monate am Stück. Das hebt die abrechenbare Quote, verschiebt aber das Risiko auf einen einzigen Kunden.
Häufige Fragen
- Wie hoch ist der durchschnittliche Stundensatz in der IT?
- Die Freelancer-Studie 2026 von freelance.de weist für das Fachgebiet IT 101,98 € aus, bei einem Gesamtdurchschnitt von 101,70 €. Der Freelancer-Kompass 2026 von freelancermap nennt für den gesamten DACH-Raum 103 €. Beide Werte sind Durchschnitte über sehr unterschiedliche Rollen, Regionen und Erfahrungsstufen.
- Warum liegt mein kalkulatorischer Satz über dem Durchschnitt?
- Weil der Durchschnitt nichts über deine Kosten und deine Auslastung sagt. Wer 60 statt 80 Prozent seiner Zeit abrechnet, braucht bei gleichem Ziel rund ein Drittel mehr pro Stunde. Der Durchschnitt ist eine Marktinformation, keine Kalkulationsgrundlage.
- Was ist mit Vermittlern?
- Provisionen von Vermittlern und Plattformen gehen vom vereinbarten Satz ab, bevor er bei dir ankommt. Rechne den Abzug vor der Verhandlung durch, nicht danach.
- Wie wirkt sich Remote-Arbeit aus?
- Sie senkt deine Kosten und erhöht die abrechenbare Zeit, weil Reisezeit entfällt. Auf den Marktpreis wirkt sie in beide Richtungen: Der Wettbewerb wird größer, der Kundenkreis aber auch.
Quelle der Marktzahlen
freelance.de: Freelancer-Studie 2026, Auswertung der Stundensätze. Befragung von rund 3.300 Freelancern, Gesamtdurchschnitt 101,70 € pro Stunde. Abgerufen am 18.09.2026. Diese Seite erhebt keine eigenen Marktdaten; sie gibt die veröffentlichten Werte wieder und rechnet nichts daraus ab.
Tim Rutte, Betreiber und Autor. Über diese Seite
Zuletzt geprüft am 18.09.2026.